Ein neuer Stadtteil entsteht
Stadtteilmanagement Nordwestbahnhof

© GB*

Noch rollen hier die Züge, doch schon bald soll am Nordwestbahnhofgelände ein neuer, lebendiger Stadtteil entstehen. Die zentrale Lage in der Stadt ermöglicht ein attraktives Viertel zum Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Erholen sowie für Sport und Kultur.

Der Nordwestbahnhof liegt eingebettet zwischen der Altbrigittenau im Westen und Zwischenbrücken im Osten des 20. Bezirks. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich der Augarten und das in den vergangenen Jahren neu entstandene Nordbahnviertel. Durch die neue Nutzung werden die lange Zeit getrennten Bezirkshälften in Zukunft wieder miteinander verbunden.

GB*Stadtteilmanagement informiert

Die Gebietsbetreuung Stadterneuerung ist bereits jetzt mit einem Stadtteilmanagement rund um den Nordwestbahnhof aktiv und bietet BewohnerInnen und Interessierten Informationen, Ideen und Anregungen zum neuen Stadtteil.

Aktuell analysiert das GB*-Team das Gebiet rund um den Nordwestbahnhof und untersucht, wer hier lebt und arbeitet, welche Institutionen vor Ort sind und wie der öffentliche Raum genutzt wird. Eine wichtige Grundlage, um das Zusammenwachsen der bestehenden mit der zukünftigen Stadt zu unterstützen.

GB*Stadtteilmanagement
Infopoint im Lokal "Friends"
Ernst-Melchior-Gasse 18/Am Tabor 48, 1020 Wien
Geöffnet: DO 16-18 Uhr
mitte@gbstern.at
T: (+43 1) 214 39 04
 

Der neue Stadtteil in Zahlen

  • Fläche: ca. 44 Hektar - das entspricht etwa der Größe des Stuwerviertels im 2. Bezirk
  • EinwohnerInnen: ca. 12.000 - das sind etwa so viele Menschen wie in Mistelbach leben
  • Wohnungen: ca. 4.900
  • Wohnungsanteil: rund 65 % - der Rest ist für Büros, soziale Infrastruktur, Gewerbe/Handel/Dienstleistungen sowie Schwerpunktnutzungen wie Bildung und Kultur vorgesehen
  • Arbeitsplätze: ca. 5.000
  • Grünanlagen: 10 Hektar - das entspricht der Größe der "Freien Mitte" im Nordbahnviertel

Stand der Planung

Grundlage für alle künftigen Planungen ist das städtebauliche Leitbild aus dem Jahr 2008, das die Rahmenbedingungen für die Entwicklung des Stadtteils vorgibt. Es basiert auf einem Entwurf des Schweizer Büros "enf Architekten" und wurde 2016 aktualisiert. Bereits damals wurden Anregungen und Ideen der BürgerInnen gesammelt, die in das Leitbild eingeflossen sind.

Das Leitbild sieht eine Blockrandbebauung vor, die grüne, halbprivate Höfe ermöglicht. Die 19 Baufelder umschließen einen großenPark, der sich von der Stromstraße fast bis zur Taborstraße erstreckt und Erholung für alle BewohnerInnen bietet.

Die BrigittenauerInnen profitieren vor allem von der neuen Verbindung zwischen Traisengasse und Wallensteinstraße, die in Zukunft kurze Wege durch den Bezirk ermöglicht.

Bis 2019 wird das Nordwestbahngelände noch als Frachtenbahnhof genutzt. Ab 2020 startet die Freimachung des Areals und die etappenweise Bebauung. Derzeit gibt es noch keine konkreten Bauprojekte und auch die Bauträger stehen noch nicht fest.

 

Geschichte des Nordwestbahnhofs

Auf dem Gelände des ehemaligen Vergnügungsetablissements "Universum" wurde 1873 ein Kopfbahnhof für die Nordwestbahn eröffnet. Die Bahn selbst entstand unter der Leitung von Baudirektor Wilhelm Hellwag und war eine wichtige Handelsverbindung bis zur Ostsee.

Im Jahr 1924 wurde der Betrieb des Nordwestbahnhofs eingestellt, da der Personenverkehr stark zurückgegangen war. Die Halle des Bahnhofs wurde nun für Ausstellungen sowie für politische und sportliche Veranstaltungen genutzt und war auch Schauplatz zahlreicher politischer Ereignisse und Großveranstaltungen der Nationalsozialisten.

Im August 1945 wurde der Betrieb erneut aufgenommen, 1959 jedoch endgültig eingestellt. Das im Krieg schwer beschädigte Bahnhofsgebäude wurde bereits 1952 abgerissen.

Heute wird das Areal von Speditionsfirmen genutzt, die hier Lagerhallen und Büros betreiben. Diese sollen bis 2025 ins neue Güterterminal Wien Inzersdorf übersiedeln.

Damit der Nordwestbahnhof nicht in Vergessenheit gerät, sammelte die Geschichtewerkstatt der PWB (Projektleitung Wiener Bahnareale) in Kooperation mit der Gebietsbetreuung Stadterneuerung 2017 Erinnerungen der BewohnerInnen.

Mehr zur Geschichte des Nordwestbahnhofs finden Sie hier.