Das Stadtquartier Muthgasse, zwischen Karl-Marx-Hof und Donaukanal gelegen, zählt zu den größten Stadtentwicklungsgebieten im Nordwesten Wiens. Hier im 19. Bezirk entsteht Schritt für Schritt ein urbanes, lebendiges Quartier mit vielfältiger Nutzung. Wir begleiten die Veränderungen im Gebiet mit einem GB*Stadtteilmanagement.
Die Muthgasse ist im Wandel. Früher gab es hier fast nur Firmen und Gewerbe. In Zukunft soll das Stadtquartier eine Mischung aus Wohnen und Arbeiten bieten und das Gebiet beleben.
Seit 2024 sind wir mit einem GB*Stadtteilmanagement in der Muthgasse aktiv. Unser Ziel ist es, über die geplanten Entwicklungen zu informieren, Menschen einzubinden und den Austausch zwischen lokalen Institutionen, politisch Verantwortlichen, Bauträgern und Bewohner*innen zu fördern.
Mit dem GB*Infopoint „MamMUTH“ am Leopold-Ungar-Platz halten wir Sie über alle Entwicklungen am Laufenden. Das MamMUTH ist auch Treffpunkt und Ausgangsort für unsere Veranstaltungen im Gebiet.
In den letzten zehn Jahren sind neue Gebäude und Betriebe im Stadtquartier entstanden. Die Heiligenstädter Brücke wurde saniert und eine eine Rampe zum Donaukanal und einen neuen Fahrrad- und Fußgänger*innen-Steg erhalten.
Das gesamte Gebiet ist etwa 47 Hektar groß. Innerhalb dieses Gebiets liegen verschiedene Baufelder, auf denen sich die neuen Gebäude verteilen. Die Regeln für den Umbau sind in einem Plan – dem „Städtebauliche Rahmenplan“ – festgelegt.
Wichtige Zukunftsthemen für das Gebiet sind vor allem Mobilität und Freiraum. Deshalb wurde die Muthgasse als ein Zielgebiet der Wiener Stadtentwicklung festgelegt.
Wichtige Ziele für das Stadtquartier Muthgasse
Wohnen und Arbeiten Damit die Muthgasse ein lebendiges Stadtquartier bleibt, darf auf jedem Bauplatz nur die Hälfte für Wohnungen genutzt werden. Die andere Hälfte bleibt für Büros oder Betriebe reserviert.
Viel Platz zum Wohnen Es entstehen etwa 2.000 neue Wohnungen. Dort können mehr als 5.000 Menschen leben. Die meisten dieser Wohnungen sind gefördert. Das heißt: Die Miete ist preiswerter.
Arbeitsplätze sichern Bestehende Firmen bleiben im Quartier. Zusätzlich gibt es Platz für neue Betriebe. Insgesamt sollen hier in Zukunft rund 10.000 Menschen arbeiten können.
Unterwegs in der Muthgasse: Die Stadt der kurzen Wege
Für das Quartier gibt es ein modernes Mobilitäts-Konzept. Dieses wurde von der Stadt Wien entwickelt. Das Ziel ist: Man soll in Zukunft gut zu Fuß, mit dem Rad oder mit Bus und Bahn vorankommen.
Einige Teile dieses Plans sind bereits fertig, andere werden in den nächsten Jahren Schritt für Schritt umgesetzt.
Das Stadtquartier Muthgasse verändert sich: Das ist bereits geschafft!
1. Leopold-Ungar-Platz: Ein kühler Ort zum Wohlfühlen (Fertig seit 2021)
Der Leopold-Ungar-Platz ist das Herzstück und der Eingang zum Quartier. Er wurde so gestaltet, dass man es hier auch im Sommer gut aushält:
Abkühlung: Neue Bäume und ein Wasserspiel sorgen für frische Luft. Der helle Boden heizt sich in der Sonne weniger stark auf.
Platz zum Pause machen: Es gibt Trinkbrunnen und viele Sitzgelegenheiten.
Leben am Platz: In den Schanigärten der umliegenden Lokale kann man den Kaffee im Freien genießen.
2. Bessere Wege für Radfahrer und Fußgänger (Fertig seit 2024)
Das Quartier ist jetzt besser mit der Umgebung verbunden. Der Fokus liegt auf umweltfreundliche Wege:
Sichere Wege: In der Gunoldstraße wurden neue, breite Wege für Radfahrer und Fußgänger gebaut.
Neue Verbindung über das Wasser: Neben der sanierten Heiligenstädter Brücke gibt es einen neuen Steg. Er verbindet den 19. und 20. Bezirk direkt miteinander.
Ab zum Donaukanal: Über neue Rampen kommt man jetzt barrierefrei – also auch mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Rad, direkt zum Donaukanal.
3. Weniger Durchzugsverkehr (Fertig seit 2022)
Die Muthgasse soll ein Ort zum Verweilen werden. Deshalb wurde der Verkehr neu geregelt:
Umleitung: Die Muthgasse ist bereits ruhiger geworden. Um das zu erreichen, hat die Stadt Wien den Autoverkehr neu gelenkt: Autos, die nur durchfahren wollen, werden über die Grinzinger Straße zur Nußdorfer Lände (B14) geleitet. So gibt es in der Muthgasse selbst weniger Lärm und Verkehr.
Im Dezember 2024 haben wir vor Ort am Leopold-Ungar-Platz unseren GB*Infopoint MamMUTH eröffnet. Hier informieren wir Sie über aktuelle Entwicklungen im Gebiet, geplante Veranstaltungen und laden zum spielerischen Erkunden der Muthgasse ein. Der Infopoint ist auch Startpunkt für unsere Entdecker*innen-Touren, die wir veranstalten.
5. Angebote teilen statt besitzen
An wichtigen Stellen im Quartier sollen „WienMobil Stationen“ entstehen. Dort können Sie verschiedene Angebote nutzen, damit Sie kein eigenes Auto brauchen: