Freie Mitte
Stadtwildnis im Nordbahnviertel

Die "Freie Mitte" ist ein besonderer Landschaftspark, der am Areal des ehemaligen Nordbahnhofs ensteht. Auf rund 10 Hektar wird die wilde „Gstettn“ als wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten erhalten und gleichzeitig Erholungsraum für die BewohnerInnen des Stadtteils geschaffen.

Die Planung für die Freifläche ist weitgehend abgeschlossen. Dabei wurden möglichst viele Wünsche aus dem vorangegangenen Beteiligungsprojekt zum Leitbild "Freie Mitte - vielseitiger Rand" berücksichtigt.

Das ist geplant:

  • rund 180 Bäume und vorhandene Vegetation bleiben erhalten
  • ca. 320 Bäume werden neu gepflanzt
  • Aufenthalts- und Bewegungsflächen auf den Wiesen und unter den Bäumen
  • Themenspielplätze (Drehen und Wippen, Klettern, Sandeln und Spielen, Balancieren und Hüpfen, Ballspiel, Hangeln und Schwingen, Schaukeln und Schweben)
  • Platz für Boulespiel
  • Hundezone
  • Calisthenics Turngeräte
  • Skateplatz
  • Volleyball
  • Gemeinschaftsgarten
  • Trinkbrunnen und Öklos

Um den besonderen Charakter dieses Areals zu erhalten, bleiben der Wasserturm und die ehemaligen Kohlenrutschen aber auch einzelne Gleisabschnitte, Weichen, Wasseranzeiger, Strommasten und die Eisenbahnbrücke bestehen.

Ein „Stadtbalkon“ überblickt einen Teil des Parks, Steine der Mauer werden zu Sitzstufen und von fast überall genießt man den weiten Blick bis zum Kahlenberg.

Die Umsetzung ist ab 2021 geplant und soll etappenweise bis 2025 abgeschlossen werden.

Park oder Gstettn? Beides!

Blick auf eine wilde , bewachsene Schotterfläche, im Hintergrund ein altes Backsteingebäude
Freie Mitte mit Wasserturm (© GB*)

Die Freie Mitte wird anders aussehen als ein typischer städtischer Park:

Die Natur soll hier möglichst unberührt bleiben, daher wird die Pflege auf das Nötigste beschränkt. Gemäht werden z.B. nur die Spiel-, Sport- und Aufenthaltsbereiche.

Mit Trockenwiesen, Staudenflächen und schütterer Vegetation auf steinigem Untergrund unterscheidet sich auch die Bepflanzung wesentlich von einem Park.

Vom Frachtenbahnhof zum Biotop

Der Nordbahnhof befand sich auf ehemaligem Überschwemmungsgebiet der Donau. Nach der Einstellung des Bahnbetriebs in den 1990er Jahren eroberten Pionierpflanzen die trockenen, humusarmen Freiflächen. Die so entstandene „Gstettn“ wurde von zahlreichen Tierarten besiedelt und ist heute ein wichtiger Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten.

Alles zum Nordbahnviertel und den aktuellen Entwicklungen erfahren Sie hier!


Landschaftsplaner Thomas Proksch über das Konzept „Freie Mitte":