Ein Stadtteil für Kinder und Jugendliche
Ideen für eine kindgerechte Stadt

© GB*/Dutkowski


Wie können Kinder und Jugendliche im Stadtteil sichtbarer werden? Was gefällt ihnen auf ihrem Weg zur Schule  und was stört sie? Wie sieht eine Traumstadt aus, in der sich alle Menschen, speziell aber die jüngsten, wohlfühlen? Welche Orte sind toll, welche weniger, wo fehlt etwas? Fragen wie diesen sind wir mit Schüler*innen des Bildungsgrätzls Schönbrunn auf den Grund gegangen!

Vier Bildungseinrichtungen im südlichen 15. Bezirk bilden Wiens erstes Bildungsgrätzl: Der Kindergarten Dadlergasse, die GTVS Reichsapfelgasse, die WMS Kauergasse und das BRGORG Henriettenplatz. Alle vier haben großes Interesse daran, den Stadtteil zwischen den Einrichtungen kindgerechter, sicherer und freundlicher zu gestalten

Schüler*innen gestalten mit!

Ein Stadtteil für Kinder und Jugendliche
Vier Bildungseinrichtungen im dicht verbauten südlichen 15.Bezirk bilden Wiens erstes Bildungsgrätzl. (© GB*/Dutkowski)

Dafür sind wir die richtigen Ansprechpartner*innen! Auch und gerade für die jüngsten Bewohner*innen, die oft überhört und übersehen werden. Also haben wir die Schüler*innen befragt und beteiligt: Spielerisch, abwechslungsreich und auf Augenhöhe. Die Ergebnisse können sich sehen lassen!

Im Herbst 2021 waren die Kinder und Jugendlichen zwischen 5 und 18 Jahren eingeladen, ihre Lieblingsorte, Problemstellen, Treffpunkte und wichtigsten Wege im Stadtteil aufzuzeigen.

Die Stadt mit Kinderaugen sehen

Ein Stadtteil für Kinder und Jugendliche
Eine von uns gestaltete Arbeitsmappe und gemeinsame Erkundungstouren dienen die gemeinsame Grundlage für Planungen. (© GB*/Dutkowski)

Eine von uns gestaltete Arbeitsmappe und gemeinsame Erkundungstouren dienten als Grundlage. Die Kinder zeichneten und beschrieben ihre Traumstadt, in der sich alle Menschen wohlfühlen. Und sie überlegten was sie anpacken würden, wenn sie einen Tag lang Bürgermeister*in wären!

Rund 100 Kinder und Jugendliche machten mit und wir erhielten von ihnen viele sehr konkrete Ideen.Es hat uns überrascht, wie genau sie ihre Umgebung beobachten und wissen, wo was fehlt. Für manche Parks und Ecken hatten sie gleich sehr konkrete Verbesserungsvorschläge.

Die häufigsten Wünsche waren:

  • Mehr Grün, mehr Parks, mehr Wiesen und Bäume, aber auch mehr Tiere in der Stadt.
  • Bunte, geschmückte Häuser oder auch bunte Street-Art auf grauen Mauern.
  • Verschiedene Spielmöglichkeiten und Treffpunkte entlang der Schulwege.

Ein großes „Aha-Erlebnis“ war die Tatsache, dass sich viele Kinder eine lebendige, bunte Nachbarschaft und nette, glückliche Mitmenschen sowie die Anerkennung der Vielfalt im Stadtteil wünschen. In ihrer Traumstadt sollen freundliche Menschen leben, die einander mit Respekt begegnen und zusammenhalten. Auch die Jugendlichen beschäftigen schon viele ernste gesellschaftliche Themen, an denen die Stadt gemeinsam arbeiten muss.

„Es sollen vor der Schule viele schöne Blumen wachsen. Die Kinder dürfen die Häuser selbst bemalen. Es soll mehr Spielplätze geben, nicht so viele Supermärkte. Auf den Straßen sollen nicht so viele Autos fahren. Alle sollen zu allen freundlich sein. Dass die Stadt wie ein Streichelzoo ist. Dass alle glücklich und zufrieden sind.“

Schülerin der GTVS Reichsapfelgasse

 

  • Ein Stadtteil für Kinder und Jugendliche
  • Ein Stadtteil für Kinder und Jugendliche
  • Ein Stadtteil für Kinder und Jugendliche

In kleinen Schritten zur kindgerechten Stadt

Ein Stadtteil für Kinder und Jugendliche
Wir fragen uns: Welche Orte sind toll, welche weniger – und wo fehlt was? (© GB*/Dutkowski)

Die vielen Ideen und Vorschläge der Kinder sollen nicht nur Wünsche bleiben. Möglichst viele davon sollen gemeinsam mit den Bildungseinrichtungen und dem Bezirk umgesetzt werden. Die vorgeschlagenen Umgestaltungen im öffentlichen Raum werden mit den zuständigen Dienststellen auf Umsetzbarkeit geprüft. Einzelne Ideen sollen schon bald verwirklicht werden..

Und auch die netten und freundlichen Menschen im Stadtteil wollen wir gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen entdecken und kennenlernen. Denn davon gibt es jede Menge!

 

„Den Kindern hat das Projekt sehr großen Spaß gemacht. Viele erwähnten noch extra, dass sie es so schön fanden, als Kinder von Erwachsenen befragt zu werden. Bei unserem Grätzlspaziergang trafen wir viele Eltern am Weg und jedes Kind bekam am Markt eine Mandarine geschenkt. Da wurde mir auch wieder einmal bewusst, wie dörflich und familiär die Kinder in der Großstadt aufwachsen dürfen. Wir sind nun schon sehr gespannt, wie es weitergehen wird und ob Ideen verwirklicht werden können.“

Feedback einer Lehrerin der GTVS Reichsapfelgasse

  • Ein Stadtteil für Kinder und Jugendliche
  • Ein Stadtteil für Kinder und Jugendliche
  • Ein Stadtteil für Kinder und Jugendliche
  • Ein Stadtteil für Kinder und Jugendliche
  • Ein Stadtteil für Kinder und Jugendliche
  • Ein Stadtteil für Kinder und Jugendliche