Reden wir über den Dornerplatz!
Neues Miteinander in der Kalvarienberggasse

© GB*

Die Kalvarienberggasse soll nachhaltig attraktiver gestaltet werden. Mit dem Ziel, die Aufenthaltsqualität und die Verkehrssituation für alle - Nutzer*innen und Geschäftsleute - spürbar zu verbessern. Im Vorfeld haben Anrainer*innen die Möglichkeit, ihre Ideen und Vorschläge einzubringen. Im Fokus steht aktuell der wichtigste Aufenthaltsbereich der Straße: Der Dornerplatz.

Den Auftakt des Beteiligungsprojekts bildete unsere Befragung im Juni 2020 zur Verkehrsberuhigung der Kalvarienberggasse. 

2021 steht der Dornerplatz im Mittelpunkt. Der wichtige Freiraum soll neu gestaltet und an die Bedürfnisse jener angepasst werden, die ihn nutzen und in der Nachbarschaft wohnen. Unser GB*-Team begleitet den Prozess, unterstützt Bewohner*innen-Initiativen rund um den Platz und nimmt Wünsche und Ideen der Anrainer*innen entgegen.

Was braucht der Dornerplatz?

Haben Sie Ideen für den Dornerplatz? Was gefällt Ihnen hier und was könnte verbessert werden? Reden Sie mit uns darüber!

Gemeinsam mit Vertreter*innen des Bezirks sind wir an drei Terminen mit dem „Salon Dorner“ vor Ort und haben ein offenes Ohr für Ihre Vorschläge. Besonders möchten wir Kinder und Jugendliche einladen, uns ihre Ideen und Vorschläge mitzuteilen. Denn niemand kennt den Dornerplatz besser als die Menschen, die dort wohnen und ihn nutzen.

Salon Dorner – Reden wir über den Dornerplatz!

  • FR, 23.7. | 16.30 – 18.30 Uhr, mit Peter Jagsch, Vorsitzender der Bezirksentwicklungskommission
    21 Uhr: Das VOLXkino zeigt den Film „Glücklich wie Lazzaro“
     
  • MI, 11.8. | 16.30 – 18.30 Uhr, mit Bezirksvorsteherin Drin Ilse Pfeffer
     
  • SA, 18.9. | 15 – 18 Uhr, mit Bezirksvorsteherin Drin Ilse Pfeffer
    im Rahmen des Nachbarschaftsfestes „#mehrliebe“

Dornerplatz, 1170 Wien

Neues Miteinander

Verkehrsschild "Begegnungszone", dahinter die Kalvarienberggasse
© GB* / Grabherr

Die Kalvarienberggasse mit ihren vielen Einkaufsmöglichkeiten führt in nord-südlicher Richtung durch den 17. Bezirk und bildet eine wichtige Verbindung zwischen dem 16. und 18. Bezirk. Mitten im „Herzen” von Hernals - zwischen Hernalser Hauptstraße und Antonigasse - befindet sich der am stärksten frequentierte Abschnitt der Kalvarienberggasse.

Dieser Bereich wurde bis Ende Mai 2020 im Zuge der Covid-19 Maßnahmen als temporäre Begegnungszone genutzt. Aber auch langfristig soll die Aufenthaltsqualität verbessert werden, abgestimmt auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort.

Dazu starteten Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer und die ExpertInnen der GB* im Juni 2020 eine Umfrage. Anrainer*innen und Geschäftstreibende konnten per Fragebogen ihre Meinung zu einer möglichen Verkehrsberuhigung einbringen. 676 Hernalser*innen haben diese Möglichkeit genutzt. Die Beiträge wurden ausgewertet, zusammengefasst und an die Bezirksvorstehung Hernals übergeben. Im September 2020 waren die aufbereiteten Befragungsergebnisse in Form einer kleinen Ausstellung am Dornerplatz zu sehen.

Wir bedanken uns bei allen, die sich an der Umfrage beteiligt haben!

Die wichtigsten Ergebnisse

  • 676 Hernalser*innen nutzten die Möglichkeit der Beteiligung. 
  • Mit rund 80 % spricht sich die überwiegende Mehrheit für Verkehrsberuhigung und Umgestaltung der Kalvarienberggasse in eine Begegnungszone aus.
  • Mehr Bäume und zusätzliche Bepflanzungen wünschen sich 90 % der TeilnehmerInnen.
  • Mehr als 70 % hätten gerne mehr Schanigärten und konsumfreie Sitzgelegenheiten.
  • Eine gute Ausleuchtung der Straße finden vor allem ältere Befragungsteilnehmer*innen wichtig.

Bemerkenswert ist das breite Altersspektrum bei der Umfrage: Die mit sieben Jahren jüngste Teilnehmerin wünscht sich Tisch und Sessel am Dornerplatz „damit ich jausnen und meine Aufgabe machen kann“, die mit 87 Jahren älteste Teilnehmerin wünscht sich für ihr Sicherheitsgefühl eine bessere Ausleuchtung des Straßenraums.

Der Bevölkerung geht es bei der Kalvarienberggasse um mehr als nur verkehrsberuhigende Maßnahmen: Es soll ein belebter Stadtraum entstehen, der für neue Nutzungen geöffnet wird. Gewünscht werden kleine Bistros, ein Grätzlcafé und Ateliers, die in leerstehende Geschäfte einziehen sollen. Auf der Wunschliste steht auch ein Wochenmarkt am Dornerplatz und Kulturveranstaltungen für Jung und Alt.


Wie geht es weiter?

Straße, Gastgarten, Radfahrerin, links und rechts parken Austos
© GB* / Grabherr

Das Ergebnis der Befragung bildet nun eine erste Grundlage für Bezirksvorstehung und Fachdienststellen, um die Kalvarienberggasse der Zukunft möglichst gut an die Wünsche und Bedürfnisse der Anrainer*innen anzupassen.

2021 steht der Dornerplatz im Fokus: Den Sommer über erheben wir in Gesprächen vor Ort die Bedürfnisse der Anrainer*innen, diskutieren Möglichkeiten der Nutzung und entwickeln gemeinsam Ideen und Formate für die Bespielung des Platzes.