Servitengasse in Wien
Beteiligung als Planungsgrundlage


Die Servitengasse wird 2022 auf Initiative der Bezirksvorstehung umgestaltet und verkehrsberuhigt. Im Vorfeld konnten Anrainer*innen und Interessierte ihre Vorschläge dazu einbringen. Unser GB*-Team vor Ort begleitete den Beteiligungsprozess.

Bis über die Bezirksgrenzen hinaus ist die Servitengasse im 9. Bezirk für ihr französisches Flair bekannt: Kleine Cafés und Geschäfte säumen die kopfsteingepflasterte Gasse, im Sommer lässt es sich hier auf einer Bank im Schatten der Bäume gut verweilen. Ein Wermutstropfen sind jedoch die Autos, die in der engen Wohnstraße verhältnismäßig viel Platz einnehmen.

Gemeinsam diskutiert

Nach Beschluss der Bezirksvorstehung Alsergrund wird die Servitengasse zwischen Grünentorgasse und Porzellangasse verkehrsberuhigt.Anrainer*innen und Ineressierte waren eingeladen, Ideen und Vorschläge dazu einzubringen. 

Das Ergebnis der von Beteiligung zeigt eine deutliche Zustimmung zur geplanten Verkehrsberuhigung, zur Modernisierung und zu einer aktiven Klimapolitik im Grätzel. Viele Vorschläge wurden bei den Planungen berücksichtigt.

Das ist geplant!

  • Die neue Fußgänger*innenzone beginnt ab Servitengasse 5/6 und erstreckt sich über den Kirchenvorplatz bis hin zu einem Teil der Grünentorgasse.
  • Die Zufahrt zur nördlichen Servitengasse ist weiterhin möglich. Bauliche Maßnahmen sollen zu einer Verkehrsberuhigung im gesamten Grätzl beitragen.
  • Allgemeine Ladezonen sind geplant.
  • Radfahrer*innen sollen weiterhin durch die Fußgänger*innenzone fahren können.
  • Die größtmögliche Entsiegelung der derzeit asphaltierten Flächen ist vorgesehen.
  • Altstadt-Elemente und Pflasterung werden erhalten.
  • Das Niveau der Gehsteige und Fahrbahn wird angeglichen.
  • Abkühlung des Grätzls durch kühlende Elemente der Klima-Musterstadt: Straßenbegrünung und Baumpflanzungen im ganzen Projektgebiet.
  • Zusätzliche Sitzmöbel und mehr konsumfreie Zonen.
  • Umsetzung der Idee der Agenda-Gruppe zu Gestaltung einer Gedenk-Allee. Das Mahnmal „Schlüssel gegen das Vergessen“ bleibt erhalten.

Beteiligung Servitengasse: Mitreden und sich einbringen!

Die wichtigsten Milestones zur Beteiligung Servitengasse auf einen Blick für Sie zusammengestellt:

  • Im Herbst 2020 wurde eine erste Gesprächsrunde mit Bewohner*innen organisiert, im Rahmen derer Ideen und Anregungen gesammelt und Fragen zur Verkehrsberuhigung von Expert*innen der Fachdienststellen beantwortet wurden. Themen sowie Fragen und Antworten zur Umgestaltung finden Sie online auf der Seite der Bezirksvorstehung Alsergrund.
     
  • Bei einem Online-Dialogforum am 29. April informierten Bezirksvorsteherin Mag.Saya Ahmad und Expert*innen der Stadt Wien per Videochat über den Stand der Planung und beantworteten Fragen der Teilnehmer*innen.
     
  • Von Ende April bis Ende Mai 2021 konnten Interessierte online oder analog per Postkarte eigene Ideen formulieren und Vorschläge anderer Bewohner*innen kommentieren.
     
  • Im Sommer wurden die Beteiligungsergebnisse vom GB*-Team zusammengefasst und an Bezirksvorstehung und verantwortliche Stellen der Stadt Wien überreicht.
     
  • Im November 2021 wurde die Verkehrsordnung im Bezirksparlament beschlossen. Jetzt geht es an die Detailplanung. Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Zahlen und Nachlese

  • Im Rahmen der Beteiligung haben sich 207 Teilnehmer*innen auf der Online-Plattform Discuto registriert und 196 davon aktiv an der Diskussion teilgenommen.
     
  • Gepostet wurden Ideen zur Umgestaltung der Servitengasse und zur Gestaltung der Umgebung, Beiträge für und gegen eine Fußgängerzone bzw. für die Beibehaltung der Wohnstraße, Wünsche zur Verkehrsorganisation sowie viele Kommentare und Anmerkungen.
     
  • 69 Postkarten mit Anregungen und Wünschen trafen insgesamt bei der Bezirksvorstehung Alsergrund ein.

Alle Beiträge finden Sie online auf Discuto zum Nachlesen. 
Den detaillierten Bericht zum Beteiligungsprojekt finden Sie hier zum Herunterladen.