Stadterneuerung verstehen
Der Wiener Weg

© Robert Blum
© Robert Blum

Die in Wien praktizierte „Sanfte Stadterneuerung" trägt dazu bei, dass sich Österreichs Hauptstadt zur weltweit führenden Metropole in Sachen Wohn- und Lebensqualität entwickelt hat.

Vom Schlusslicht Europas zur Nummer eins

Innenhof vor der Sanierung, Neulerchenfelder Straße Ottakring
Innenhof vor der Sanierung, Neulerchenfelder Straße Ottakring (© MA 25)

War Wien am Beginn und bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts eine Stadt mit besonders schlechten Wohnverhältnissen, beträchtlich hinter den Millionenstädten Westeuropas zurück, so hat sie heute besten europäischen Standard erreicht. Seit den 70er Jahren werden sanierungsbedürftige Viertel behutsam erneuert und dadurch aufgewertet.

Mehr zur Geschichte der „Sanften Stadterneuerung lesen Sie hier!

Sanierter Innenhof Neulerchenfelder Straße Ottakring
Sanierter Innenhof, Neulerchenfelder Straße Ottakring (© MA 25)

Heute umfasst Stadterneuerung jedoch weit mehr als bauliche Maßnahmen.

Moderne Stadterneuerung heißt,

  • die BewohnerInnen im Stadtteil frühzeitig über aktuelle und künftige Entwicklungen zu informieren.
  • verschiedene Interessen zu vereinen.
  • kulturelle Vielfalt zu fördern und zu leben.
  • Und die Wohnqualität im Grätzel nachhaltig zu verbessern. Der Wiener Weg – zigfach ausgezeichnet!

Wien bietet aktuell weltweit die höchste Lebensqualität. Bereits zum neunten Mal in Folge konnte sich Wien 2018 in der „Mercer Studie“ weltweit an die Spitze aller 231 verglichenen Metropolen setzen.


Im Oktober 2010 wurde Wiens „Sanfte Stadterneuerung“ von UN-Habitat (UNO-Weltorganisation für Siedlungswesen und Wohnbau) mit dem weltweit wichtigsten Preis im Bereich der Stadtentwicklung und Stadterneuerung, der „Scroll of Honour“ ausgezeichnet.


Als sich ständig weiterentwickelndes System legte die Stadterneuerung von damals den Grundstein zu etwas, das heute als herausragende Stärke Wiens gesehen wird: Die Verbindung lokaler Identitäten, historischer Baubestände und neuer Architektur.