Naschgarten

Im Naschgarten wachsen Obstbäume, Beerensträucher, Wildkräuter und vieles mehr.
© GB*

Von wegen "Naschen ist ungesund"! Im Donaufeld in Floridsdorf liegt Wiens erster öffentlicher und garantiert gesunder Naschgarten - initiiert und in vielen Arbeitsstunden angelegt vom Team der Gebietsbetreuung Stadterneuerung gemeinsam mit BewohnerInnen aus dem 21. Bezirk.

Ganz im Sinne von „Share the City“ lädt der Naschgarten alle StadtteilbewohnerInnen ein, diesen öffentlichen Freiraum künftig gemeinsam zu pflegen und zu nutzen.

Der Naschgarten, in dem Obstbäume, Beerensträucher, Wildobst und Raritäten wachsen, wird von Menschen aus der Umgebung gemeinsam betreut und gepflegt. Er steht allen offen, denn vom Ertrag - den Früchten, Blüten und Kräutern - sollen möglichst viele profitieren.

Geteiltes Wissen

Der Naschgarten ist als Gemeingut konzipiert und steht allen BewohnerInnen Wiens offen. Im Garten kommen Menschen aus dem Stadtteil zusammen, übers gemeinsame Garteln wird Verantwortung fürs Wohnumfeld übernommen. Das steigert auch die Identifikation mit der Wohnumgebung.

Das Projekt wurde von 2015 bis 2017 von der Gebietsbetreuung Stadterneuerung umgesetzt und begleitet. Dazu wurden von Beginn an BewohnerInnen und lokale Bildungseinrichtungen über gemeinsame Aktivitäten wie das Pflanzen, Ernten oder Verarbeiten der Naturprodukte eingebunden.

Der öffentlich zugängliche Naschgarten in Floridsdorf wird gemeinschaftlich gepflegt.
Der öffentlich zugängliche Naschgarten in Floridsdorf wird gemeinschaftlich gepflegt. (© GB*)
Von gemeinsam genutzten Flächen, wie zum Beispiel einem Naschgarten, profitieren alle StadtbewohnerInnen.
Von gemeinsam genutzten Flächen, wie zum Beispiel einem Naschgarten, profitieren alle StadtbewohnerInnen. (© GB*)

Die GB*-ExpertInnen informierten über urbane Nahrungsmittelproduktion und veranstalteten Praxis-Workshops, die sich z.B. mit Gehölzpflege, dem Sammeln und Verarbeiten von Wildkräutern und Wildobst oder dem Bau von Palettenmöbel beschäftigten.

Bei geführten Wildpflanzenwanderungen mit anschließendem Kochen erfuhren Interessierte, was und wo im öffentlichen Raum geerntet werden kann und erhielten Tipps zum Sammeln und Ernten von Wildkräutern und Wildobst.

Mehr Informationen zum Thema "Essbare Stadt" finden Sie hier.