Aus Freude am Garteln

Elisabeth ist begeisterte Stadtteilgärtnerin, das kann man so sagen. Seit gut drei Jahrzehnten begrünt sie eine Baumscheibe am Max-Winter-Platz im 2. Bezirk, seit 2013 ist sie Teil unserer "Garteln ums Eck"-Community und damit eine von rund 900 BaumscheibenpatInnen in Wien. Wir haben sie vor Ort getroffen.


Wie bist du zum Garteln gekommen?
Eigentlich gartel ich hier schon seit circa 30 Jahren! Mit Gestaltungsvereinbarung aber erst seit 2013, davor gab es das Projekt ja nicht. Damals vor 30 Jahren habe ich in der Nähe eine Baumscheibe entdeckt, die betreut wurde und das hat mir so gut gefallen, dass ich mir gedacht habe, dass ich das auch gerne machen möchte.

Ich liebe es zu Garteln und erfreue mich jedes Mal an meiner Baumscheibe.

Was wächst alles in deiner Baumscheibe?
Ich habe sehr viele Heilkräuter gesetzt, wie die weißblütrige Zitronenmelisse und Weinraute. Außerdem Glockenblumen, Bilsenkraut, Schwertlilien, Zinnien, wilde Nelken, Ringelblumen, Veilchen, Schmuckkörbchen und das dahinten ist alles Pfefferminze. Die sieht gerade etwas wild aus, aber ich mag das!

Wie finden es die Menschen in der Nachbarschaft, dass du hier im öffentlichen Raum gartelst? Und was empfindest du als herausfordernd beim Garteln im öffentlichen Raum?
Die Leute reagieren sehr positiv, das ist toll! Allerdings landen leider auch viele Zigarettenstummel in meiner Baumscheibe. Was mich auch sehr ärgert ist, dass ständig Räder an den Sezessionszaun gehängt werden, das behindert die Zugänglichkeit und stellt ja eigentlich auch eine Gefahr für Autos dar.

Aber seit ich einen Sezessionszaun habe, wird die Baumscheibe eindeutig mehr respektiert und nicht mehr so verschmutzt wie vorher. Die Errichtung hat daher sehr viel gebracht.


Anmerkung: Es ist grundsätzlich nicht erlaubt, selbst einen Zaun um die Baumscheibe zu errichten. Einzäunungen - wie z.B. im Interview erwähnt - werden bezirksseitig vorgenommen und durchgeführt.