Eurogate
Ein neuer Stadtteil entsteht

Die Bebauung der ersten Bauphase der Aspanggründe-Eurogate erstreckt sich entlang der Aspangstraße. Aktuell sind über 800 Wohnungen auf sieben Bauplätzen besiedelt und auch der erste Teil des Leon-Zelman-Parks ist fertiggestellt.

Bis 2017 wurden weitere 400 Wohnungen, Geschäftsflächen und der Fred-Zinnemann-Platz errichtet.

Bauplatz 8 - Projekt TRIENNA Living
(Rennweg/Landstraßer Hauptstraße/Otto-Preminger-Straße)

Bauplatz 8 (Bauträger BAI) liegt zwischen Landstraßer Hauptstraße, Otto-Preminger-Straße, Rennweg und den zuletzt errichteten Neubauten im Eurogate. Das Bauvorhaben besteht aus Wohnbauten (bei der Landstraßer Hauptstraße) und dem Fred-Zinnemann-Platz (Lage siehe Plan). Der Fred-Zinnemann-Platz ist über einen direkten Durchgang direkt von der Landstraßer Hauptstraße erreichbar. TRIENNA Living wurde Ende November 2017 fertiggestellt und eröffnet.

Ausbau Aspangstraße

Die Aspangstraße ist derzeit nur provisorisch angelegt und soll erst später fertig ausgestaltet werden. In temporären Aktionen und Projekten probiert die GB* gemeinsam mit BewohnerInnen vor Ort aus, wie das aussehen könnte und welche Nutzungen möglich sind.

Gestaltung Fred-Zinnemann-Platz

Der Fred-Zinnemann-Platz ist ein städtischer Platz mit Sitzgelegenheiten und Baumgruppen. Der Platz ist offen für weitere Nutzungen als urbaner Treffpunkt des Grätzels.

Nachbarschaftsgarten auf Zeit

Seit 2014 und noch bis Ende 2018 wird auf der Fläche des künftigen Bildungscampus gegartelt. Ein Zwischennutzungsprojekt, das Freude macht und Nutzen bringt - ermöglicht auf Initiative von Gebietsbetreuung Stadterneuerung, Bezirk und Dienststellen der Stadt Wien. Alle Infos.

Bildungscampus Aron Menczer

Auf der Brachfläche zwischen Leon-Zelman-Park, Adolf-Blamauer-Gasse und Technischer Universität (TU) entsteht ab 2019 ein rund 10.000 m² großer Bildungscampus - eine integrative Bildungseinrichtung für circa 1.350 Kinder.

Modell Bidlungscampus Aron Menzcer, Eurogate
Modell Bidlungscampus Aron Menzcer, Eurogate (© MartinKohlbauer ZT gmbH)

Anfang 2017 wurde im Zuge eines Architekturwettbewerbs der Siegerentwurf ausgewählt, der von Architekt Martin Kohlbauer stammt. Dieser soll bis Herbst 2021 umgesetzt werden. Bereits im Sommer 2017 wurden eine Tankstelle vor Ort sowie Teile der TU abgerissen. Kontaminierungen im Boden zogen sehr umfangreiche Aushubarbeiten nach sich. Mit dem Bau des Campus kann daher erst 2019 begonnen werden.

Das „Campus+"-Modell gliedert sich in Bildungsbereiche - sogenannte „Biber“.

Folgende Einrichtungen sind geplant:

  • 11 Kindergartengruppen (KDG)
  • 17-klassige Ganztagsvolksschule (GTVS)
  • 4 basale Klassen
  • 7 sonderpädagogische Bildungsräume
  • Kreativräume
  • Therapiebereich
  • 3 Kleinkindergruppen (Krippe)
  • 1 Turnsaal und 2 Gymnastiksäle
  • Musikschule
  • Räume für Administration und Küche

Der Freibereich der Schule umfasst Spielplätze für die Schul- und Kindergartenkinder sowie Sportflächen. Vorgesehen ist, dass mehrfach genutzte Freibereiche in der unterrichtsfreien Zeit (Wochenende) für alle NutzerInnen zugänglich sein sollen.

Der Campus wird nach Aron Menczer benannt, einem in Wien geborenen jüdischen Lehrer, der tausenden jüdischen Kindern während der NS-Zeit die Flucht aus Österreich ermöglichte. Aron Menczer wurde 1943 im KZ Auschwitz ermordet.

 

Visualisierung Bildungscampus Eurogate
Visualisierung Bildungscampus Eurogate (© MartinKohlbauer ZT gmbH)

Verbindung Fasanviertel

Ins Fasanviertel soll ein barrierefreier Übergang errichtet werden. Über die Adolf-Blamauer-Gasse und die ÖBB-Trasse ist eine Brücke geplant, welche in den Bildungscampus und in ein neues Gebäude in der Kärchergasse integriert wird. Dies ermöglicht den BewohnerInnen und Schulkindern aus dem Fasanviertel einen sicheren Weg zu den Aspanggründen und zum Bildungscampus.

Neubauten Aspangstraße und Rennweg

Auf den Grundstücken am Rennweg 88 und 90 werden insgesamt 97 Wohnungen errichtet. 58 Eigentums-/Vorsorgewohnungen am Rennweg 88 sind fertig und bereits vergeben, weitere 40 Eigentumswohnungen am Rennweg 90 sind in Bau. Die Fertigstellung ist bis Herbst 2018 geplant.

Am ehemaligen Standort des Produktionsgebäudes der Niemetz-Schwedenbomben errichtete die SÜBA 114 Eigentumswohnungen. Mehr Infos zum Projekt.

Mahnmal Aspangbahnhof - Platz der Opfer der Deportation

Im Leon-Zelman-Park, auf Höhe der Aspangstraße 33, wurde im September 2017 das Mahnmal zum Gedenken an die während der NS-Zeit vom Aspangbahnhof deportierten Menschen eröffnet.

Gestaltungswettbewerb und Entwurf

KÖR (Kunst im öffentlichen Raum Wien) schrieb im Mai 2016 einen geladenen Wettbewerb aus. Im November 2016 wählte die Jury den Entwurf von Prinzgau/Podgorschek (PRINZpod) zum Siegerprojekt,

Das Mahnmal besteht aus am Boden verlaufenden symbolischen Schienensträngen aus Beton, die spitz zulaufen und in einem rund einen Meter hohen und sieben Meter langen dunklen Betonblock enden bzw. in diesem verschwinden. Die zusammenlaufenden Gleise enden in der Katastrophe, der Betonblock erinnert an einen Grabstein. An den Seiten der Betonstränge ist die Zahl der Deportierten (47.035) und jene der Überlebenden (1.073) angebracht. Der jüdischen Tradition entsprechend können zum Gedenken der Toten kleine Steine auf die Gedenkstätte gelegt werden.