Natürlich kühl
Maßnahmen gegen Hitze in der Stadt

Die sommerliche Hitze macht die Folgen des globale Klimawandels spürbar - besonders in großen Städten und Metropolen wie Wien. Städtische Überhitzung ist ein Thema, das alle betrifft.

Zwischen 1961 und 1990 wurden pro Jahr durchschnittlich 9,6 Hitzetage mit über 30 Grad gezählt. Bis 2010 erhöhte sich dieser Wert auf durchschnittlich 15,2 Hitzetage. Tendenz weiter steigend.

Das Phänomen der urbanen Hitzeinseln – also deutlich höheren Temperaturen im dichtverbauten Gebiet – wird ebenfalls zunehmen. Gefragt sind städtebauliche Maßnahmen, um diese Entwicklung zumindest abzumindern.

Natürlich kühl: Die GB* informiert

Als lokal vor Ort verankerte Servicestelle der Stadt Wien für ein lebenswertes Wohnumfeld, gewinnt dieses Thema auch für uns an Bedeutung. 

Mit unserem Schwerpunkt "Natürlich kühl"

  • informieren wir zu urbanen Strategien gegen Hitze in der Stadt,
     
  • schaffen Bewusstsein für wirkungsvolle Maßnahmen wie Fassaden-, Dach- und Hofbegrünungen,
     
  • beraten zu Förder- und Umsetzungsmöglichkeiten,
     
  • motivieren die BewohnerInnen Wiens, selbst aktiv zu werden und einen Beitrag für die eigene Wohnumgebung, Gemeinschaft und Nachbarschaft zu leisten.

Natürlich kühl: Information, Beratung und Aktion im GB*Stadtteilbüro

Am 23. Juli 2019 luden wir - gemeinsam mit KooperationspartnerInnen - von 13 bis 17 Uhr zum großen Aktionstag "Natürlich kühl" in unser GB*Stadtteilbüro am Max-Winter-Platz im 2. Bezirk.

Eröffnet wurde der Infotag von Frauen- und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál und Otto Eckl, Abteilungsleiter "Stadterneuerung und Prüfstelle für Wohnhäuser"

Neben spannenden Vorträgen lud ein entspanntes "Come2gether" mit erfrischenden Getränken und Speisen im Vorgarten des Stadtteilbüros zum Austausch ein.

Programm:

  • Vortrag „Risikogruppen der Hitzebelastung“ und Präsentation Cooling Center
    Alexander Tröbinger, Wiener Rotes Kreuz
  • Vortrag „Urban Heat Island Strategieplan“ und Fassadenbegrünung
    Jürgen Preiss, Umweltschutz
  •  Information zu Förderungen der Stadt Wien für Dach-, Fassaden- und Innenhofbegrünung
    Franz Fillafer, Umweltschutz
  • Information und Beratung durch die GB*-ExpertInnen 
    Natürlich kühlen im Sommer, Innenhof- und Fassadenbegrünung, Garteln ums Eck
  • Ausstellung „Ganz schön smart“; Ressourcen schonen im Alltag
  • Quiz-Glücksrad, Bastelworkshop für Kinder, Planschbecken, Eis und „coole“ Songs

Impressionen und Bilder zum Event gibts hier!​​​​​​​


"Hitzeinsel" Stadt

Klimawandel in Wien: Strategieplan gegen urbane Hitzeinseln

Städte sind durch den globalen Klimawandel auf besondereWeisebetroffen. Die Durchschnittstemperatur in Städten ist im Schnitt um ein bis drei Grad Celsius höher als im Umland und Asphalt, Beton und Dächer lassen die Temperaturen im direkten Umfeld weiter steigen und sogenannte städtische Hitzeinseln (Urban Heat Islands) entstehen.

Gefragt sind städtebauliche Gegenmaßnahmen, um diese Entwicklung zumindest abzumindern.
Wien ist eine der ersten europäischen Städte, die mögliche Folgen des Klimawandels und Maßnahmen gegen Hitzeereignisse nicht nur erforscht, sondern konkrete Maßnahmen entwickelt und Initiativen setzt. 

Grundlage dafür ist der "Urban Heat Islands Strategieplan Wien", der von der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) gemeinsam mit wissenschaftlichen ExpertInnen und Fachabteilungen der Stadt Wien erarbeitet wurde. 

Strategieplan hier downloaden.