Street Photography im Grätzel
Ein Projekt für guten Zusammenhalt


Ideen fürs Grätzel und die Nachbarschaft sind schön und gut. Neben engagierten Menschen braucht es dazu aber auch finanzielle Mittel, die helfen, Ideen in die Tat umzusetzen. So wie das Ideen-Budget „Grätzelmarie“, das in Innerfavoriten Projekte fürs Grätzel und Zusammenleben fördert. In der ersten Runde wurden wurden von einer Jury sechs Projektideen ausgewählt. Darunter auch Kadir Günes' Projekt „Street Photography im Grätzel“

Kadir kam 2015 nach Österreich. Seit 2016 lebt er in Wien - vier Jahre davon in Favoriten. Hier hat er als freiwilliger Fotojournalist für ein ausländisches Medium gearbeitet und das Leben in Favoriten beobachtet und fotografiert. Mit seinem Projekt „Street Photography im Grätzl“ will Kadir zu einem guten Zusammenhalt im Triesterviertel beitragen. Eine förderungswürdige Idee, befand die Grätzelmarie-Jury.

Gemeinsam sind wir mehr

Das Triesterviertel in Favoriten ist eines der buntesten Stadtviertels Wiens. Die kulturelle Vielfalt ist die Stärke dieses Viertels und soll es auch bleiben. Doch wir leben in einer schwierigen Zeit, die uns überfordet. In solchen Zeiten braucht es mehr Solidarität und einen starken Zusammenhalt, so Kadir Günes in seiner Projekteinreichung.

„Mein Ziel und Ziel dieses Projektes ist es, nicht nur Fotos zu machen und diese auszustellen, sondern auch mit den Menschen in Kontakt treten und damit das Zusammen-
gehörigkeitsgefühl zu stärken.“

Ein Fotoprojekt für mehr Zusammenhalt

© Kadir Günes

Das Gebiet Landgutgasse, Laxenburger Straße, lnzersdorfer Straße und Triesterstraße ist charakterisiert durch Menschen, die schon lange hier wohnen und Bewohner*innen, die neu zuziehen, denn es wird allerorts gebaut.

Die Gesellschaft ist vielfach jung, dynamisch, multikulturell; es herrscht eine vibrierende Aufbruchsstimmung. Diese möchte Kadir in seinen Bilder festhalten. Dazu arbeitet er mit den Mitteln der Street Photography und zeigt Szenen aus dem städtischen Alltag.

Gleichzeitig möchte er mit seinem Projekt auch zum nachbarschaftlichen Dialog anregen. Dazu plant Kadir begleitende Portraits und kleinere Interviews. Diese sollen dann gemeinsam mit den Bildern als Ausstellung präsentiert werden, zu der Kadir alle Menschen auf den Bildern, Nachbar*innen und Arbeitskolleg*innen einladen möchte. Ziel ist die Begegnung, das Miteinander, der Austausch – auf dass in Folge viele weitere gemeinsame Ideen entstehen können.

Der Projektstart ist, sofern es Corona erlaubt, noch für heuer geplant.


Die Grätzlmarie ist eine Förderung der Stadt Wien im Rahmen des Stadterneuerungsprogramms WieNeu+.