Parhamerplatz
Mehr Platz für alle

Das Viertel rund um den Parhamerplatz war ein Brennpunkt der Hernalser Bezirkserneuerung. Im Oktober 2006 erfolgte der Startschuss für die Umgestaltung des Platzes zu einem attraktiven Ort der Begegnung. Durch Einbeziehung einer zuvor als Straße genutzten Fläche entstand ein kleiner städtischer Platz vor dem Gymnasium Parhamerplatz.

Der Parhamerplatz nach der Umgestaltung.
Der Parhamerplatz nach der Umgestaltung: Ein Ort der Begegnung. (© GB*)

Das Gestaltungskonzept wurde in Abstimmung mit der Bezirksvorstehung, der Gebietsbetreuung Stadterneuerung, dem Gymnasium Parhamerplatz und den beteiligten Institutionen und Dienststellen entwickelt. Im Rahmen von insgesamt drei Veranstaltungen wurden die AnrainerInnen über das Projekt informiert.

Ziel des Projektes war und ist die verbesserte Gestaltung und Aufenthaltsqualität des Platzbereiches sowie die Erhöhung der Verkehrssicherheit.

Impulsgeber für die Umgestaltung waren die Generalsanierung der Schule, die Errichtung einer Volksgarage mit 137 geförderten Stellplätzen unter dem Sportgelände der Schule, die Vergrößerung und Erneuerung des Merkurmarktes inklusive Tiefgarage und Orientierung in Richtung Parhamerplatz sowie die Neuerrichtung eines Wohnbaues mit Garagenstellplätzen.

Phase 1 (Okt. bis Dez. 2006) - Schulvorfeld, Spitzackergasse, Frauengasse

Nach Abschluss der großen Baustelle wurde im Frühjahr 2007 an der Ausstattung des Platzes gearbeitet: Tische, Bänke, Sitzskulpturen für Kinder und Jugendliche, Abfallbehälter, Sezessionsgitter und Hundesets sollen dazu anregen, dass die Menschen den Freiraum vor ihrer Haustüre gerne benutzen. An den Grüninseln - bepflanzt mit Blumen, Blütensträuchern und Säulenhainbuchen - bleiben die Blicke hängen und das Blätterdach der Bäume lädt zum Verweilen ein.

Phase 2 (März bis Mai 2007) - Mayssengasse, Geblergasse

Der Umbau von Teilen der Mayssengasse und Geblergasse erfolgte zwischen März und Mai 2007. Die Mayssengasse wurde bis zur Taubergasse verkehrsberuhigt und die neue Oberflächenstruktur fortgesetzt. In der Geblergasse wurden Bäume gepflanzt, die Autos parken hier in Zukunft schräg und die Altstoffsammelstelle wurde neu angeordnet.

Phase 3 - Park an der Geblergasse

Der kleine Park zwischen dem Sportplatz des Gymnasiums und der Geblergasse war das nächste Gestaltungsprojekt von Bezirk und Gebietsbetreuung. Heute präsentiert sich der Park offen und einsichtig, die alten Bäume prägen mit neuen Leuchten und Sitzbereichen den besonderen Charakter des Parks.

Der Parhamerplatz

Der Parhamerplatz präsentiert sich samt umliegender Straßenzüge in einem neuen und fußgängerfreundlichen Ambiente. „Platz auf dem Platz“ lautete dabei die Devise: Insgesamt wurden rund 890 m² Fahrbahn beziehungsweise Parkspur aufgelassen und 780 m² des schuleigenen Grundstücks in die Platzgestaltung mit einbezogen. Dadurch konnte für das Gymnasium am Parhamerplatz ein großzügiger und gut nutzbarer Schulbereich und für das ganze Grätzel ein neuer Treffpunkt geschaffen werden. Auch die angrenzenden Straßenzüge wurden fußgängerfreundlich gestaltet, der neu gestaltete Park an der Geblergasse lädt seit Sommer 2008 zum Verweilen ein.

Sichtbare Sitzskulpturen

Sitzskulpturen am Parhamerplatz.
Originelle Sitzskulpturen am Parhamerplatz. (© GB*)

Nach Projektabschluss galt es, die neuen Sitzelemente am Schulvorplatz so zu gestalten, dass sie von sehschwachen Menschen besser wahrgenommen werden konnten.

Für die grafische Gestaltung band die GB* das Gymnasium mit ein. Im Rahmen des Zeichenunterrichts beteiligten sich die SchülerInnen aus zwei fünften Klassen an einem Wettbewerb zur Kolorierung der Sitzskulpturen. Eine Jury bewertete die 14 eingereichten Arbeiten, Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer sponserte den Wettbewerb und überreichte die Preise. Die Gebietsbetreuung stellte die Entwürfe im Mai 2009 in ihrem Lokal aus und übernahm die Umsetzung des Gestaltungsvorschlags von Katie Kearney.

Seit Juli 2009 zieren bunte Beine die Sitzskulpturen am Parhamerplatz. Mit ihrem Entwurf „Der Weg ist das Ziel“ möchte Katie Kearney die Bewegung, die dort täglich stattfindet, einfangen und den/die BetrachterIn zu einer kurzen Pause animieren.