„Halt! Zu mir!“
Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen

Gewalt an Frauen ist eine Menschenrechtsverletzung und geht daher alle etwas an.
Ein Mann, der eine Frau in der U-Bahn belästigt. Eine Nachbarin mit einem blauen Auge. Ein Mann, der einer Frau im Park auf den Oberschenkel greift. Manchmal kommen Menschen in die Situation, Zeug*in einer Grenzüberschreitung oder eines Übergriffs an Frauen im öffentlichen Raum, in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Lokalen oder sogar in der eigenen Wohnumgebung zu werden. Aktives Einschreiten ist nicht einfach, Gefühle der Angst sind verständlich.

Was tun? 

Unter dem Motto„Halt! Zu mir!“ruft eine neue Kampagne der Stadt Wien alle Wiener*innen zu Zivilcourage auf – dazu, hinzuschauen und zu helfen. Dazu werden Social-Media-Kanäle und Infoscreens mit Videos bespielt, ein Hörfunk-Spot ausgestrahlt und Sujets plakatiert. Zu sehen und hören sind Beispiele, wie man in bedrohlichen Situationen anderen helfen kann.



16 Tage gegen Gewalt an Frauen

Die Kampagne läuft während der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen, die am 25. November startete. Konkrete Tipps auf Plakaten und in Video-Spots sollen die Kompetenz für sicheres, zivilcouragiertes Handeln, ohne sich dabei selbst zu gefährden, stärken.

Tipps für Zivilcourage

Wichtig ist es, dem eigenen Bauchgefühl zu trauen und hinzuschauen, wenn jemand Hilfe braucht. Verlassen Sie sich auf keinen Fall darauf, dass andere Zeug*innen „schon etwas unternehmen werden", sondern werden Sie selbst aktiv. Dabei ist es empfehlenswert, andere Personen ganz direkt auf Unterstützung anzusprechen.

Die Expertinnen des 24-Stunden Frauennotrufs raten,

  • sich auf das Opfer zu konzentrieren und Hilfe anzubieten. Um nicht zur weiteren Eskalation beizutragen, können Sie etwa eine Bekanntschaft mit dem Opfer vorgeben werden oder das Opfer um eine Wegbeschreibung fragen. 
  • Den Täter sollten Sie nicht direkt ansprechen, nicht duzen und vor allem nicht angreifen. 
  • Wenn Sie die Situation als gefährlich einschätzen oder sie zu eskalieren droht, sollten Sie ohne Verzögerung die Polizei rufen.

Was Sie noch beachten sollten, finden Sie unter Zivilcourage Schritt für Schritt
Auch diese Fallbeispiele für Zivilcourage bieten eine erste Orientierung.

Hier finden Sie alle Informationen.