Eine gute Nachbarschaft
lebt von der Vielfalt

v.l.n.r.: Irene Grabher, Barbara Jeitler, Barbara Mayer und Seda Uydas GB*Team für Ottakring, Hernals, Währing, Döbling
© MH / DK

In unserer Reihe "Gestatten, GB*" blicken wir ein bisschen hinter die Kulissen unserer Arbeit im Dienste der Wiener Stadterneuerung. Wir holen Mitglieder unserer Teams vor den Vorhang, präsentieren Themen, die uns am Herzen liegen und Projekte, die etwas bewirken. Im Kleinen und im Großen. 

Gestatten, das GB*-Team für Ottakring, Hernals, Währing und Döbling!

Zählt aktuell 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Stadtteilarbeit in den Bezirken 16., 17., 18. und 19. leisten. Die meisten sind in Teilzeit beschäftigt.

Das "dienstälteste" Teammitglied ist ...
Mietrechtsexperte Erich Haunold, der schon seit mehr als 20 Jahren an Bord ist!

Jüngst zum Team dazugekommen ist ...
Pavlina, eine ERASMUS-Studentin aus Slowenien, die seit Jahresanfang frischen Wind ins GB*-Stadtteilbüro in Ottakring bringt und die gerade verlängert hat, weil es ihr hier so gut gefällt!

Auf dem Bild oben zu sehen sind ...
die Teammitglieder Irene Grabherr, Barbara Jeitler, Barbara Mayer und Seda Uydas (v.l.n.r.), die für das eben erschienene "LiebBlatt" verantwortlich zeichnen. 

LiebBlatt liegt auf Tisch auf
Eine Zeitung für die Nachbarschaft (© MH)

Was ist das LiebBlatt?

Das "LiebBlatt" ist eine Zeitung von und für NachbarInnen, die den Stadtteil Liebhartstal in Ottakring präsentiert - in all seinen Facetten.

4.000 Stück wurden gedruckt und an rund 3.000 Haushalte verteilt.  Die restlichen 1.000 Stück liegen in den Lokalen, Geschäften und Institutionen vor Ort auf. Für Dezember 2018 ist die 2. Ausgabe geplant.

Wir haben die GB* gefragt ...

Was macht für euch eine gute Nachbarschaft im Stadtteil aus?
Eine gute Nachbarschaft lebt von der Vielfalt. Wenn jeden Tag ganz unterschiedliche Menschen ganz unterschiedliche Dinge tun und dabei sichtbar sind, erzeugt das Lebendigkeit und fördert die Toleranz auf allen Seiten. Für das gute Miteinander im Baublock oder im Stadtteil ist dann noch eine Portion Gelassenheit gepaart mit ein bisschen Interesse und Begeisterungsfähigkeit hilfreich. Ist doch eigentlich ganz einfach!

Wann ist ein Nachbarschaftsprojekt für euch gelungen?
Das wichtigste an einem Nachbarschaftsprojekt ist, dass die Menschen um die es geht, auch selbst involviert sind und mitmachen. Im Idealfall wird etwas angestoßen und dann zieht es von selbst immer weitere Kreise, immer mehr Menschen interessieren sich dafür, fragen nach und wollen dann selbst mitmachen. Das funktioniert bei einem Gemeinschaftsbeet genauso wie bei der Nachbarschaftszeitung.

Wieviele Nachbarschaftsprojekte begleitet ihr so im Jahr?
Das schwankt, aber so rund 3 bis 5 Projekte sind es schon. Aktuell sind das das bereits angesprochene LiebBlatt und der Raum für die Nachbarschaft in der Herbststrasse 15, einige Gemeinschaftsgärten und unsere Mini-Bücherei im Stadtteilbüro.

Wo lagen die Herauforderungen bei der Umsetzung des Projekts "LiebBlatt"?
Wir wollten die Zeitung von Beginn an kooperativ mit den AkteurInnen vor Ort entwickeln. Das bedeutet, dass man zuerst mit Leuten in Kontakt kommen muss, die richtigen finden, die bei so etwas mitmachen wollen – also ein Netzwerk aufbauen. Das ist eine spannende Aufgabe, die aber natürlich auch Zeit und Geduld braucht.
In der Umsetzungsphase ist es dann manchmal schwierig zu entscheiden, welche Inhalte am Ende in die Zeitung kommen. Wir haben in diesem Fall so viel Zuspruch und so viele interessante Menschen und Geschichten kennen gelernt, dass wir schon genügend Stoff für die nächste Ausgabe haben.

Anfang Juli wurde das Ergebnis der GB*-Initiative - das 1. LiebBlatt - im Karl-Kantner-Park vorgestellt und mit allen Beteiligten gefeiert!
Anfang Juli wurde das Ergebnis der GB*-Initiative - das 1. LiebBlatt - im Karl-Kantner-Park vorgestellt und mit allen Beteiligten gefeiert! (© MH)
Barbara Mayer vom GB*-Team mit zwie Jugendlichen, die im Liebhartstal ein neues Zuhause gefunden haben.
Barbara Mayer vom GB*-Team mit Jugendlichen, die im Liebhartstal ein neues Zuhause gefunden haben. (© MH)

 

Wohin in Ottakring, Hernals, Währing und Döbling?
 

Wir haben die Gelegenheit genutzt und die Stadtteilexpertinnen der GB* nach ihren ultimativen Tipps in den betreuten Stadtteilen gefragt. 
Hier gibts coole Empfehlungen für heiße Tage!

Vielleicht treffen wir uns ja vor Ort :-)?

Ottakring: Rein ins kühle Nass und rauf auf den Berg!

In Ottakring empfehlen wir für den Sommer eine Bädertour: vom Kinderfreibad am Hofferplatz raus ins Kongressbad – beides echte Klassiker, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Danach eine Runde Minigolf spielen am Wilhelminenberg, mit tollem Ausblick über die Stadt!

Hernals: Kunst, Architektur und Event!

In Hernals empfiehlt sich ein Besuch im neu sanierten Kunstreaktor im ehemaligen Gschwandtner. Die neue Adaptierung im Sinne eines innovativen Denkmalschutzes ist für Architekturinteressierte wirklich sehenswert. Am besten eine Veranstaltung besuchen!

Währing: Public Viewing und mehr!

In Währing gibt es auf dem Johann-Nepomuk-Vogl Markt ein kleines, aber feines Public Viewing für die Fussball-WM – ein Geheimtipp fürs Finale! Oder man schaut einfach so am Markt vorbei – ein echtes Vorstadterlebnis!

Döbling: Ab ins Grüne!

Ein exotisches Highlight ist der Setagayapark am Fuß der Hohen Warte. Der japanische Garten ist nach dem gleichnamigen Schwesterbezirk von Döbling in Tokio benannt und wurde in den 1980er Jahren mit japanischer Unterstützung hergestellt. Hier kann man zum richtigen Zeitpunkt auch die Kirschblüte genießen.

Bezirksübergreifend: „Dörby of Love“

Ein bezirksübergreifendes Spektakel ist der Besuch eines „Dörby of Love“. Zwei der ältesten Wiener Fussballklubs, der Hernalser Wiener Sport-Club und der Döblinger First Vienna Football Club spielen gegeneinander - statt Bengalos und Buh-Rufen regnet es hier Konfetti und Seifenblasen.

Danke fürs Gespräch und die Tipps!