Initiative & Aktion // 12. Bez.
FairTeilen Wolfganggasse
Raum in der Stadt
2013 setzt sich die Rückeroberung des Straßenraumes in der Wolfganggasse fort. Mit FairTeilen WOLFGANGGASSE wird an vier Freitagen im Juni eine kurzweilige Veranstaltungsreihe geboten, die gleichzeitig viel Raum für eigene Ideen und Aktivitäten offen lässt.
Der Verein „Garten WOLFGANGGASSE“, die Architekturinitiative „Räume für Menschen“ und die GB*5/12 laden ein, den durch BewohnerInnen begrünten Freiraum zwischen Oppel- und Tichtelgasse miteinander zu nutzen: Die Straße wird zur Promenade, der ruhige Ort lädt zur Erholung ein.
Programm
TANZEREI
FR, 21.6.2013, 13 - 20 Uhr
14-15 Uhr Tango Argentino mit Susanne und Pablo
16-17 Uhr Lateinamerikanisch mit Luis Estevez
18-19 Uhr Bollywood mit Miriam Rubey
Der Sommerbeginn startet mit einem Tänzchen unter Bäumen, angeleitet von professionellen TänzerInnen. Zuschauen und Mitmachen kostenfrei!
PickNickPALAVER
FR, 28.6.2013, 13 - 20 Uhr
Zur Einstimmung auf den Urlaub ein gemeinsames Picknick
Nutzen wir die autoFREIe Fläche gleich nebenan ...
… zum Plaudern und Ideen austauschen
… zum Entspannen, Spielen, Lachen unter freiem Himmel
… zum gegenseitigen, nachbarschaftlichen Kennenlernen
Wir verlegen das Wohnzimmer nach draußen und genießen bei einem Picknick die sommerliche Straße als Lebensraum. Und zu guter Letzt möchten die gepimpten Möbel neue BesitzerInnen finden!
„fAIRtEILEN Wolfganggasse", 14.6.2013
Am Freitag, dem 14. Juni bot die autofreie Wolfganggasse zum zweiten Mal Raum an, diesmal zum Tauschen. Tische und Bänke boten Platz für Waren und gemütliches Sitzen an. Pünktlich zu Beginn traf eine Frau mit Blumen, Farnen, Kleidern und Spielzeug ein, Schulkinder truddelten ab 14:00 ein. Der Verein „Checkpot" brachte Pflanzen und gute Laune mit. Intensives Anpreisen, Handeln und Probieren machten großen Spaß und nahezu alle Tauschgüter fanden neue BesitzerInnen. Währenddessen entspannen sich Lebensgeschichten und Erfahrungen, die ebenfalls ausgetauscht wurden. Am Nachmittag überzeugte sich die Bezirksvorsteherin Gabriele Votava mit ihrer Büroleiterin Susanne Voglhuber von der angenehmen Stimmung.
FreiRaum in der Stadt
Die autofreien Freitage schaffen einen schattigen, grünen Freiraum zwischen Oppel- und Tichtelgasse, die Straße wird zur Promenade. Menschen lernen sich auf „neutralem Boden" kennen, das transitorische Element unterstützt unkomplizierte Kommunikation.
Wiener Nachbarschaftstag: Erster autofreier Freitag
Der erste autofreie Freitag fand am 7. Juni im Rahmen des "Wiener Nachbarschaftstages" statt.
Bei launischem Wetter begannen um 12 Uhr die ersten Vorbereitungen. Die AutobesitzerInnen hatten die Straßensperre beachtet und ihre Fahrzeuge freundlicherweise an anderer Stelle geparkt. Pünktlich um 13 Uhr räumten die TeilnehmerInnen alte Teile vom Dachboden und begannen wiesel-fleissig, diese zu tapezieren, zu bemalen und umzubauen. Währenddessen klarte das Wetter auf und passte sich der Stimmung der HandwerkerInnen an. Später stießen Kinder dazu, die gut angeleitet ebenfalls den Hammer schwangen und mit Säge, Nägel und Pinsel zur Tat schritten.
Am Ende des Tages war die Zielvorgabe des Gartenvereins erfüllt und mehr als zwanzig Sitzgelegenheiten und vier Tische errichtet, die nun bei diversen Veranstaltungen Platz zum Verweilen bieten. Bei gemütlichem Plaudern klang der kreative Nachmittag in der Abenddämmerung aus. Das anschließende samstägliche Frühstück dauerte bis in den frühen Nachmittag - ein Kommen und Gehen von unterschiedlichen TeilnehmerInnen aus der direkten Nachbarschaft und Kinder spielten Fußball!
Wie alles begann - Das Projekt „garten.meidling"
Im Herbst 2009 startete Jutta Wörtl-Gössler das Kunstprojekt „garten.meidling“. Gefördert durch K.Ö.R. (Kunst im öffentlichen Raum), den Bezirk Meidling, das Stadtgartenamt und in Kooperation mit der GB*12, stieß „garten.meidling“ bei den AnrainerInnen auf großes Interesse. Der Samen für die Begrünung der Allee Wolfganggasse war gelegt. Beim Frühlingsfest im April, bei dem die Straße gesperrt war, besuchten uns auch Wohnbaustadtrat Michael Ludwig und einige Bezirksvertreterinnen.
Weitere Straßenfeste und Aktivitäten folgten. Eine Feier mit Gulaschsuppe und Alf Poier als Gast, „Musik im Rosengarten“ - ein Gitarrenkonzert, Picknick auf der Straße - im Grünen, das Bemalen der Straße und die nun startende Initiative „FairTeilen Wolfganggasse“ im Juni sind einige Aktionen des Vereins „Garten Wolfganggasse“. Dessen Mitglieder treffen sich mindestens monatlich um Gedanken, Tipps und Pflanzen auszutauschen oder einfach um gemeinsam gemütlich beisammen zu sitzen und zu lachen.
Warum Garteln?
„Garteln“ in der Gasse hat nicht nur den Effekt, dass sich die AnwohnerInnen aktiv darum bemühen, ihre unmittelbare Lebensumgebung zu verschönern und zu gestalten. Es hat auch den sozialen Aspekt, dass sich Leute aus der Nachbarschaft näher kennen lernen und sich beim Arbeiten im Garten immer wieder Gespräche mit PassantInnen ergeben. Der Garten trägt zu einem positiven Lebensgefühl in der Umgebung bei, die Wohnqualität steigt. Inzwischen säumen Gärten links und rechts fast die gesamte Wolfganggasse. Die Gärtnerinnen und Gärtner betreuen sie auf eigene Kosten und in ihrer Freizeit. Im Verein Garten WOLFGANGGASSE schmieden die Gärtnerinnen darüber hinaus Ideen zur Nachbarschaft, und realisieren diese.




























