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Neues Wohnquartier „Biotope City“

Ausstellung in der GB*10

Auf dem Gelände der ehemaligen Coca-Cola-Produktion in Wien-Favoriten entsteht ein neuer Stadtteil nach den Prinzipien von Biotope City - ein dichtes, durchgrüntes Wohngebiet, das die Leitideen eines städtischen Biotops verwirklichen soll. An der Planung des neuen Stadtteils war Stararchitekt Harry Glück maßgeblich beteiligt. Eine Ausstellung in der Gebietsbetreuung Stadterneuerung im 10. Bezirk (GB*10) informiert ab 11. Mai 2017 über das Konzept und die Planungen am Wienerberg. 

Das Biotope City-Quartier wird auf dem ehemaligen Industrieareal entstehen, einem 5,4 Hektar großen Areal am Übergang vom dichtbebauten Inner-Favoriten zu den durchgrünten Gebieten im Süden des Bezirks. Es befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Triester Straße, zur Wienerberg City und zum Erholungsgebiet Wienerberg. Auf 13 Bauplätzen werden insgesamt rund 900 Wohnungen realisiert, davon 608 geförderte Wohnungen, 217 Wohnungen werden als besonders kostengünstige SMART-Wohnungen ausgeführt. Das Konzept sieht großzügige individuelle Freiräume, Gemeinschaftsflächen, wie Schwimmbad, offene Wasserläufe, Kinderspielräume- und plätze sowie Flächen für gemeinschaftliches „urban gardening“ vor. Ergänzt mit einer Schule, einem Kindergarten, Geschäfte der Nahversorgung und Büroflächen bietet das neue Wohnquartier ein breitgefächertes Freiraumangebot.  

Die Planung wurde in einem kooperativen Verfahren durchgeführt, an dem drei Architekturbüros, FachplanerInnen verschiedener Disziplinen und verschiedener Magistratsabteilungen, sowie VertreterInnen der Bauträger und des Bezirks beteiligt waren. Der Baustart erfolgt im Sommer 2017, die Fertigstellung ist voraussichtlich im Herbst 2019. Bei Gesamtbaukosten von 100,4 Millionen Euro für die geförderten Wohnprojekte schießt die Stadt Wien insgesamt 32,0 Millionen Euro an Fördermitteln für die Schaffung von kostengünstigem, qualitätsvollen Wohnraum zu.

 „Auf dem ehemaligen Industrieareal zieht mit der Wohnbebauung neues Leben ein. Mit zahlreichen bauplatzübergreifenden Freiräumen und Gemeinschaftseinrichtungen wird dieses Quartier seinen Bewohnerinnen und Bewohnern eine besonders hohe Wohn- und Lebensqualität bieten", ist Wohnbaustadtrat Michael Ludwig überzeugt.

 „Die geplante Entwicklung der ehemaligen Coca-Cola-Gründe ist ein bedeutender Impuls für die Bezirksentwicklung Favoritens. Auf einem ehemaligen Industrieareal entstehen nicht nur hunderte neue Wohnungen, mit dem Konzept der Biotope City wird auch ein wertvoller Beitrag für die ökologische Stadt umgesetzt“, so Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner.

BiotopeCity is smart

Dieses vom Klima- und Energiefonds geförderte Forschungsprojekt dient als Vorbereitung für die Umsetzung eines Bündels von Begrünungsmaßnahmen, die zwar als einzelne bereits praktiziert worden sind, jedoch nie als Teil eines systematischen und aufeinander abgestimmten Vorgehens – mit innovativen Methoden zur Abschätzung von Effekten und Kosten von Grünbewuchs, integralen, kooperativen Planungsverfahren sowie neuen Verfahren der Pflege von Begrünung unter Einbezug von BewohnerInnen.

Klima- und Energiefonds-Geschäftsführerin Theresia Vogel: „Dieser holistische und integrative Ansatz gibt dem Smart-Cities-Demo-Projekt einen modellhaften Charakter, dessen Bedeutung weit über Wien hinausreichen kann. Leistbares Wohnen in Verbindung mit grüner Infrastruktur ermöglichen den BewohnerInnen den Übergang zu einer energieeffizienten und klimaverträglichen Lebensweise.“

Das Konzept der Biotope City

Das Konzept Biotope City geht davon aus, dass das Ausmaß an Verstädterung angesichts der damit einhergehenden Umweltfolgen unter dem Klimawandel zu einer neuen Strategie der Kooperation von Stadt und Natur führen muss: Mechanismen der Natur der Selbstregeneration müssen genutzt werden, um die heutigen und die weiterhin zu erwartenden Belastungen des urbanen Lebensumfelds zu mildern. Das heißt, die klimawirksamen Mechanismen der Vegetation zur Temperatur- und Feuchtigkeitsregulierung und zur Luftreinigung sowie des Boden zur Regenwasser-Rückhaltung werden genutzt. Dies hat aber Implikationen: die Integration von vermehrtem Blattgrün (über Bäume, Sträucher, Dachbegrünung, Fassadenbegrünung) ist nicht zu haben ohne die damit verbundene eigene Lebenswelt: Insekten, Vögel, kleine Säugetiere. Die Integration von „Natur“ in die Stadt bedeutet auch, Kohabitation mit natürlichen Lebenswelten, die damit untrennbar verbunden sind. Das erfordert ein weitreichendes Umdenken: Es geht darum, die Stadt nicht länger als Gegenpol zur Natur zu begreifen, sondern als eine spezifische Form von Natur, eingereiht in die Natur-Typologie, die uns vertraut ist: Wald, Weideland, Sumpf, Felsgebirge, Düne etc. Damit lässt sich begreifen, dass auch die Stadt eingebettet ist in die komplexen Zusammenhänge der Natur.

Den Anstoß zur Realisierung des Biotope City-Konzepts auf dem ehemaligen Coca-Cola-Gelände gab noch der im Jahr 2016 verstorbene Harry Glück, dessen von Anthropologen und Biologen beeinflusste Idee von Städtebau sich in seinem bekanntesten Projekt Alterlaa manifestierte. Bis heute stehen Glücks Bauten für höchste Wohnzufriedenheit. Angesprochen von der Idee der dichten Stadt als Natur kontaktierte Harry Glück die Stiftung Biotope City, um in Wien ein Modell des zukunftsgerechten urbanen Wohnens und Lebens nach den Prinzipien von Biotope City zu bauen. Auf den ehemaligen Coca-Cola-Gründen geht es um eine Fortsetzung und zeitgemäße Auffrischung der Intentionen der so erfolgreichen Glück-Bauten.

Die geförderten Wohnprojekte im Überblick

Bauplatz 3:

  • Bauträger: ÖSW
  • Architektur: RLP
  • 197 geförderte Wohneinheiten – davon 66 SMART-Wohnungen
  • SMART-Wohnungen: Miete: € 7,50 brutto/m², Eigenmittel:€ 60,00/m²
  • Klassisch geförderte Wohnungen: Miete: voraussichtl. € 7,25 brutto/m², Eigenmittel: voraussichtl. € 500,00/m²


Bauplatz 4-1:

  • Bauträger: Gesiba
  • Architektur: RLP
  • 63 geförderte Wohneinheiten – davon 21 SMART-Wohnungen
  • SMART-Wohnungen: Miete: € 7,50 brutto/m², Eigenmittel:€ 60,00/m²
  • Klassisch geförderte Wohnungen: Miete: voraussichtl.€ 6,92 brutto/m², Eigenmittel: voraussichtl.€ 400,00/m²


Bauplatz 4-2:

  • Bauträger: Gesiba
  • Architektur: RLP
  • 29 geförderte Wohneinheiten – davon 24 SMART-Wohnungen
  • SMART-Wohnungen: Miete: € 7,50 brutto/m², Eigenmittel:€ 60,00/m²
  • Klassisch geförderte Wohnungen: Miete: voraussichtl. € 7,16 brutto/m², Eigenmittel: voraussichtl. € 420,00/m²


Bauplatz 5:

  • Bauträger: Wien Süd
  • Architektur: Glück/HD Architekten
  • 98 geförderte Wohneinheiten - davon 33 SMART-Wohnungen
  • SMART-Wohnungen: Miete: € 7,50 brutto/m², Eigenmittel: € 60,00 pro m²
  • Klassisch geförderte Wohnungen:
  • Miete: voraussichtl. € 7,92 brutto/m², Eigenmittel: voraussichtl. € 499,00/m²


Bauplatz 6:

  • Bauträger: ARWAG
  • Architektur: Glück/Peretti&Peretti
  • 160 geförderte Wohneinheiten - davon 53 SMART-Wohnungen
  • SMART-Wohnungen: Miete: € 7,50 brutto/m², Eigenmittel: € 60,00 pro m²
  • Klassisch geförderte Wohnungen: Miete: voraussichtl. € 7,53 brutto/m², Eigenmittel: voraussichtl. € 499,00/m²


Bauplatz 7:

  • Bauträger: Gesiba
  • Architektur: RLP
  • 61 geförderte Wohneinheiten – davon 20 SMART-Wohnungen
  • SMART-Wohnungen: Miete: € 7,50 brutto/m², Eigenmittel: € 60,00/m²
  • Klassisch geförderte Wohnungen: Miete: voraussichtl. € 6,89 brutto/m², Eigenmittel: voraussichtl.€ 450,00/m²


Ausstellung in der GB*10

Die Ausstellung in der GB*10 zeigt Planungsprinzipien und Planungsstand zur Biotope City Wienerberg.

Ausstellung Biotope City Wienerberg
Eröffnung: 11. Mai 2017, 18 Uhr

zu sehen bis 2. Juni 2017 (zu den GB*-Öffnungszeiten)
GB*10, Quellenstraße 149 (im Hof), 1100 Wien

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Pressekontakt:

Christiane Daxböck
Mediensprecherin
StR Michael Ludwig
T: (+43 1) 4000-81869
E-Mail


Elke Eckerstorfer
GB*10
Quellenstraße 149, 1100 Wien      
T: (+43 1) 602 31 38
E-Mail

GB* Gebietsbetreuung StadterneuerungWien. Unser Zuhause.MA25 der Stadt Wien - Um Häuser besser

Die Wiener Gebietsbetreuungen sind der Geschäftsgruppe Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung zugeordnet und werden im Auftrag der Magistratsabteilung 25 von privaten Auftragnehmerinnen und Auftragnehmern geführt.