Freiraum // 11. Bez.
Park-Platz für alle
Nutzung des Braunhuberparks
Die MitarbeiterInnen der Gebietsbetreuung koordinierten in den Jahren 2006 und 2007 ein Beteiligungsverfahren für NutzerInnen und AnrainerInnen zur Umgestaltung des Braunhuberparks. Bald nach der Wiedereröffnung im Juni 2008 gab es erste Beschwerden – die relativ kleine Anlage wurde von Anfang an von Kindern und Jugendlichen intensiv genutzt. Die Gebietsbetreuung fungierte als vermittelnde Stelle zwischen den verschiedenen Gruppen und ihren Nutzungsansprüchen.
Einmal monatlich „Parkcafé“
Im Jahr 2009 wurde ein Schwerpunkt auf die Teilhabe von SeniorInnen gesetzt. Um die Akzeptanz des Braunhuberparks bei älteren Menschen zu erhöhen und mit ihnen über ihre eigenen Freiraum-Bedürfnisse ins Gespräch zu kommen, entwickelte die GB*3/11 eine spezielle Veranstaltungsreihe: Von Mai bis September 2009 wurde jeden zweiten Mittwoch im Monat das „Parkcafé“ abgehalten.
SeniorInnen nehmen zögernd Platz
Ziel war, den SeniorInnen einen Anreiz zum Besuch des Parks zu bieten und ihn – in einem ersten Schritt zumindest eine Zeit lang – für sich zu „besetzen“. Die MitarbeiterInnen der Gebietsbetreuung wollten ausloten, wie weit sich die älteren Menschen zu Aktivitäten im öffentlichen Raum ermuntern ließen, beziehungsweise welche Angebote sie nachfragten. Gleichzeitig konnten die Café-BesucherInnen und andere ParknutzerInnen ihre Anliegen direkt deponieren. Neben der Gebietsbetreuung beteiligten sich an diesem Projekt auch die wohnpartner, die MA 17 – Integrations- und Diversitätsangelegenheiten, die Parkbetreuung Balu & Du sowie die unmittelbar benachbarte evangelische Glaubenskirche mit VertreterInnen vor Ort.
Fortsetzung noch offen
Beworben wurde das „Parkcafé“-Angebot über lokale Medien und Aushänge in der Gebietsbetreuung, am Bezirksamt und in den umliegenden Wohnhäusern. Informationsmaterial lag außerdem in Arztpraxen und in den Lokalen der Seniorenvertretungen auf. An den Veranstaltungstagen sprachen die MitarbeiterInnen der Gebietsbetreuung ältere ParkbesucherInnen auch direkt an. Die Angebote wurden bisher eher zögerlich angenommen. Es wird also auch in Zukunft Thema sein, wie ältere Menschen zu einer aktiveren Nutzung des öffentlichen Raums bewegt werden können.
Erster Geburtstag
Im Juni 2009 jährte sich die Neugestaltung des Braunhuberparks. Das nahm die Gebietsbetreuung Stadterneuerung zum Anlass für ein Fest. Dieses sollte sich explizit sowohl an ältere und als auch an jüngere BesucherInnen richten. Aufbauend auf die Kontakte vom Runden Tisch im Stadtteilmanagement trugen verschiedene Institutionen zum abwechslungsreichen Programm bei. Ein Wienerlied-Konzert sprach vor allem die älteren – meist österreichischen – BesucherInnen an. Eine Rätselrallye und eine Bastel-Station boten allen Gelegenheit, Geschicklichkeit, Spürsinn und Wissen unter Beweis zu stellen. Besonderen Anklang fand das Jakolo-Turnier. Rund um das „bewegte“ Brettspiel sammelte sich eine Traube an ZuseherInnen. Ein Jonglier-Workshop und ein Buffet rundeten das bunte Angebot ab.





