Freiraum // 12. Bez.
Eine Gartenlandschaft für alle
Grünstreifen in der Meidlinger Wolfganggasse
Im Mittelpunkt des Projekts standen zwei Grünstreifen in der Meidlinger Wolfganggasse, die mit Erde und Rindenmulch befüllt waren. Ihre bisherige Aufgabe war die Trennung des Gehsteigs von den Parkplätzen und der Fahrbahn. Direkt vor Ort befand sich auch das Projektbüro „Räume für Menschen“ von Jutta Woertl-Goessler, die gemeinsam mit der GB*5/12 das Projekt garten.meidling plante und durchführte.
Projektziel
Dabei ging es nicht nur um die Bepflanzung und Verschönerung der Grünstreifen, sondern auch um die gemeinsame Aktion. Ziel des Projekts ist es, BewohnerInnen der Umgebung für einen liebevolleren Umgang mit den vielfältigen, kleinen Plätzen zu sensibilisieren und das gemeinschaftliche Zusammenleben zwischen "Alt- und NeumeidlingerInnen" zu fördern.
Spatenstich als Startschuss
Im Oktober 2009 erfolgte der offizielle Projektauftakt. AnrainerInnen, Projektleitung, Bezirksvertretung und MitarbeiterInnen der MA 42 (Wiener Stadtgärten) feierten bei einem Straßenfest den „garten.meidling“-Spatenstich.
Bezirksvorsteherin Gabriele Votava ging mit gutem Beispiel voran und pflanzte einen Apfelbaum. Die spannende Projektvorstellung lockte zahlreiche TeilnehmerInnen an, die sich künftig um ihr eigenes Beet in der Wolfganggasse kümmern wollten. Zudem motivierte der praxisnahe Vortrag der GB*-Landschaftsplanerin Elke Losert, mit Spaten, Schaufel oder Hacke sofort anzupacken, um Herbstblumen und Blumenzwiebeln einzusetzen.
Intensive Zusammenarbeit
Ein Jahr lang koordinierte die Gebietsbetreuung das Projekt, informierte, motivierte und begleitete die BewohnerInnen. Dazu zählten die Aufbereitung der Flächen, das Werben um TeilnehmerInnen und deren Betreuung. Fünf bildende KünstlerInnen, unter anderem aus Serbien und der Türkei, die MA 42 sowie regelmäßige Themenabende unterstützen zudem die neuen „GärtnerInnen“ bei der Umsetzung ihrer Konzepte.
In Überlagerung mit der vorhandenen Bepflanzung entstand durch das Projekt garten.meidling aus insgesamt 23 BewohnerInnengärten und fünf KünstlerInnengärten ein großer gemeinsamer Garten als hochwertiger Aufenthaltsraum im städtischen Gefüge.




