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Zusammenleben in der Stadt

GB* forscht

Die GB*6/14/15 und die GB*7/8/16 sind seit September 2013 Projektpartnerinnen des Instituts für Stadt- und Regionalforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen des Forschungsprojektes „ICEC - Interethnisches Zusammenleben in europäischen Städten“.

Das Forschungsprojekt ICEC vergleicht Ziele, Mechanismen und Effekte integrativ wirkender Stadtteilinitiativen in Amsterdam, Stockholm und Wien. Es widmet sich Fragen des Zusammenlebens in verschiedenen Stadtvierteln und zeigt auf, wo Nachbarschaftszugehörigkeit beginnt: Bei Alltagsbegegnungen im Grätzel und beim zwischenmenschlichen Miteinander. 

Zum Abschluss des Projekts erscheint eine Buchpublikation mit Wandposter in vier Sprachen (Englisch, Deutsch, Niederländisch und Schwedisch), um die Forschungsergebnisse und das Gelernte auch international austauschen und anwenden zu können. Das Buch wird auch eine Sammlung an Best-practice-Projekten und -Initiativen aus den drei Partnerstädten enthalten.

 

Die wichtigsten Forschungsergebnisse:

In Zukunft wird es wichtig sein, die Eigeninitiative der BewohnerInnen zu fördern und darauf zu achten, den Kreis der Aktiven auch auf weniger sichtbare und hörbare BürgerInnen auszuweiten. Besondere Bedeutung kommt politischen und öffentlichen EntscheidungsträgerInnen zu, die das individuelle Zugehörigkeitsgefühl im Stadtteil fördern und unterstützen können.

Denn ein konfliktfreies Miteinander ist keinesfalls selbstverständlich. Es stellt sich nicht ohne die Bemühungen lokaler Integrationsmaßnahmen ein. Vielmehr benötigt ein stabiles nachbarschaftliches Miteinander langfristige Unterstützung von politischen EntscheidungsträgerInnen:

  • Kontinuierliche Unterstützung von Stadtteilinitiativen und Versorgung mit entsprechend nutzbaren Stadtteilräumen.
  • Regelmäßiges Monitoring inkludierend oder exkludierend wirkender (Neben-)Effekte von bestehenden Stadtteilinitiativen.
  • Aufsuchende Öffentlichkeitsarbeit, um Kontakte zu SchlüsselakteurInnen schwer erreichbarer Gruppen aufzubauen.
  • Generelle Anerkennung, dass es sich bei der Entwicklung von individuellen Gefühlen der Stadtteilzugehörigkeit um einen zeitintensiven Prozess handelt.
  • Gleichzeitig bietet dieser Prozess auch die Möglichkeit, sich im Stadtteil aktiv zu engagieren.

Die GB* fördert aktiv Nachbarschaft!

GB*6/14/15 und GB*7/8/16 waren als Projektpartnerinnen eng in die Forschungsarbeit eingebunden und stellten die Verbindung zwischen Forschung und Praxis her. Darüber hinaus lieferten sie selbst mit ihren Projekten und Initiativen in den betreuten Bezirken wichtige nachbarschaftsfördernde Impulse. 

6. Bezirk: "Miteinander in Mariahilf" im europäischen Vergleich

Das Projekt "Miteinander in Mariahilf" entstand aus dem Forschungsthema sowie aus den Analysen und Erhebungen im Bezirk. Diese Nachbarschaftsinitiative wurde von der GB*6/14/15 und der Bezirksvorstehung Mariahilf bereits auf Grundlage der ersten ICEC-Erkenntnisse entwickelt.

"Miteinander in Mariahilf" stand nach einem Jahr auch selbst wieder im Fokus des Forschungsprojektes: Dabei wurde die wichtige Rolle als nachbarschaftsförderndes Instrument identifiziert. Besonders der persönliche Kontakt zu BezirksvertreterInnen und der niederschwellige Zugang des Projekts wurden von den ForscherInnen positiv hervorgehoben.

14. Bezirk: Ein Garten verbindet – der Matznergarten

Als Orte der Kommunikation, die das soziale Miteinander stärken und als Naherholungsflächen im unmittelbaren Wohnumfeld liegen Nachbarschaftsgärten voll im Trend. Auf Initiative der GB*6/14/15 und gemeinsam mit engagierten BewohnerInnen wurde der erste Nachbarschaftsgarten Penzings errichtet. Das Motto des Gartens ist „gemeinsam wachsen“ - neben den Pflanzen "wächst" hier auch ein Ort der Begegnung!

Der „Matznergarten“ wurde an einer Randfläche des Matznerparks an der Matznergasse/Ecke Märzstraße angelegt. Auf einer vorher kaum beachteten und ungenutzten Fläche enstand so ein neuer Treffpunkt im Grätzel – zum Garteln und einander Kennenlernen. Das Team des Forschungsprojekts ICEC konnte hier vor Ort untersuchen, ob und wie das Urban-Gardening-Phänomen integrativ und damit nachbarschaftsfördernd wirkt.

16. Bezirk: Raum für Nachbarschaft – die Herbststraße 15

Ebenso wurde im Rahmen des ICEC-Projektes die "Herbststraße 15“ unterstützt und als Ort der Forschung genutzt: In einem ehemaligen Wirtshaus in Ottakring initiierte die GB*7/8/16 einen Raum für die Nachbarschaft. Hier treffen sich Menschen aus dem Stadtteil, die vielfältig aktiv sind und miteinander Neues gestalten. Teilen steht im Mittelpunkt, das betrifft nicht nur die Räumlichkeiten an sich, sondern auch das Teilen und die Weitergabe von Wissen und Know-how sowie gemeinsames Engagement. So treffen sich BewohnerInnen, um gemeinsam zu nähen, zu kochen und zu essen sowie Sprachen zu lehren und zu lernen.

Die GB* stellt in der Herbststraße 15 den Raum und die Infrastruktur zur Verfügung. Sie bietet kostenlose Mietrechtsberatung, lokale Informationen und fachkundige Hilfe bei der Organisation und Umsetzung von Ideen. Nachbarschaftsinitiativen beleben den Raum mit unterschiedlichen Aktivitäten - ein abwechslungsreiches Programm lädt Menschen aus dem Stadtteil zum Mitmachen ein.

GB* Gebietsbetreuung StadterneuerungWien. Unser Zuhause.MA25 der Stadt Wien - Um Häuser besser

Die Wiener Gebietsbetreuungen sind der Geschäftsgruppe Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung zugeordnet und werden im Auftrag der Magistratsabteilung 25 von privaten Auftragnehmerinnen und Auftragnehmern geführt.