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Mein grünes Haus

Fassadenbegrünung im Stadtteil

Der Austausch von Erfahrungen ist wichtiger Bestandteil der Projektarbeit rund um das Thema Fassadenbegrünungen.

Um InteressentInnen Lust auf ein "grünes Haus" zu machen, lud die GB*9/17/18 gemeinsam mit der Hernalser Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer HauseigentümerInnen aus dem Stadtteil zum Erfahrungs- und Informationsaustausch ein.

Den Ansporn, das eigene Haus als Natur zu verstehen, brachte die Stadtplanerin und Vorsitzende der Biotope City Foundation, Helga Fassbinder, in die Gesprächsrunde mit ein.

Blitzlichter aus den Gesprächen

Bezirksvorsteherin Dr. Ilse Pfeffer

Warum ist es Ihnen wichtig, an einem Haus eine Fassadenbegrünung zu haben?
„Ich kann nur sagen, es zahlt sich aus! Ob gleich das eine Vertikalbegrünung ist, oder der Pflanztrog vor dem Haus, es beeinflusst auf jeden Fall unser Mikroklima! Es ist nicht nur der optische Reiz einer Begrünung, es ist auch so, dass die Stadt dann anders „lebt“. Es ist ein anderes Geben und Nehmen, für den, der daran vorbeigeht und den, der darin wohnt.“

Stadtplanerin Helga Fassbinder

Was ist für Sie das wesentlichste Argument für eine Fassadenbegrünung?

„Das Mikroklima ist so unendlich wichtig! Es senkt die Temperaturen in heißen Sommern, es beeinflusst die Winddurchströmung und der Feinstaub wird absorbiert. Ich habe allmählich begriffen: Da muss etwas geschehen! Wir müssen die Städte völlig anders planen. Gerade so dichte, bestehende Stadtteile wie Hernals.“

Hauseigentümerin Frau Dürrer - 17., Hormayrgasse

Wie schaut für Sie die Stadt der Zukunft aus?

„Ich glaube, alle wollen es Grün! Jeder fährt gerne ins Grüne. Ich kenne niemanden, der gern irgendwo hinfährt, wo es zubetoniert und staubig ist. Ich habe schon 1976 meine Glyzinie gepflanzt und das war ein ziemlicher Spießrutenlauf. Ich hab das damals in 3 Monaten durchgezogen. Mir ist gesagt worden, wenn ich es grün haben will, soll ich in den Wienerwald fahren! Es gab Leute, die mich bremsen wollten, ich habe mich aber nicht bremsen lassen!“

Hauseigentümer Herr Purkhartshofer - 17., Ortliebgasse

Warum sind Sie zu dem Entschluss gekommen, Ihre Fassade zu begrünen?

„Ich bin von einer Bekannten darauf aufmerksam gemacht worden, dass der Bezirk Hernals und die Stadt Wien Projekte für Vertikalbegrünung von Fassaden im öffentlichen Bereich unterstützen. Meine Frau hat das aufgeschnappt. Dann haben wir darüber gesprochen: Wollen wir das? Ja! Wir haben uns dahintergeklemmt und erkundigt. Ich bin sehr dankbar, dass das so gut funktioniert hat. Ich möchte mich auch bedanken, beim Bezirk und auch bei der Gebietsbetreuung 9/17/18 . Jeder kann vorbeikommen und sich das anschauen.“

 

Welche Botschaft möchten Sie an andere EigentümerInnen senden, die auch überlegen ihre straßenseitige Hausfassade zu begrünen?

Man ist stolz auf ein Haus, das nicht so eintönig grau ist wie die Nachbarhäuser und: Keine Angst! Wenn es richtig gemacht ist, schadet es der Fassade nicht.

Hauseigentümer Herr Höhr - 9., Mosergasse

Sie wollen eine Fassadenbegrünung in Angriff nehmen. Was ist für Sie die größte Herausforderung?

„Bei uns ist das Hauptthema, dass wir die anderen Eigentümer davon überzeugen müssen, dass sie uns die Fassadenbegrünung zumindest machen lassen.“

Sabine Gehmayr und Amila Sirbegovic - GB*9/17/18

Wie lange dauert es vom Entschluss bis zur fertigen Fassadenbegrünung?

„Es ist nach wie vor ein zäher Weg, eine Fassadenbegrünung umzusetzen. Wir möchten von EigentümerInnen, die ein solches Projekt bereits in Angriff genommen haben, Tipps bekommen, wo sie Verbesserungsmöglichkeiten sehen oder was man anderen EigentümerInnen raten und empfehlen kann. Es gibt EigentümerInnen, die von sich aus den Wunsch haben, ihre Fassade zu begrünen, es ist nicht die Masse, aber es gibt diese Menschen. Man muss genau hinschauen und diesen Raum aufmachen, dass es leichter möglich ist. Dabei muss man auch „tun lassen“.

 

Warum sind Fassadenbegrünungsprojekte aus Ihrer Sicht wichtig?

"Fassadenbegrünungsprojekte stärken einerseits BewohnerInnen als kreative SchöpferInnen ihrer eigenen Lebenswelt, andererseits die Kooperationen zwischen den BürgerInnen und der öffentlichen Hand. Durch Fassadenbegrünungsprojekte wird das Interesse von HauseigentümerInnen, ihren Beitrag zur Erhöhung der Wohnqualität im Stadtteil zu leisten, sichtbar. Gleichzeitig bekundet die öffentliche Hand die Wertschätzung des Beitrags der BewohnerInnen an einem lebenswerten Stadtteil."

Eine begrünte Stadt ist für mich wie ...

… eine Überraschung oder Aufatmen in der Stadt. (Amila Sirbegovic)
… der ersehnte Lebensort nächster Generationen. (Sabine Gehmayr)
… wie eine Oase, in der auf kleinstem Raum alles vereint ist: der Abwechslungsreichtum der Zivilisation und die Natur in ihrer Vielfalt – das Leben von Menschen, Pflanzen und Tieren dicht beieinander. (Helga Fassbinder

Wollen auch Sie zu mehr Grün in der Stadt beitragen?
Die GB*9/17/18 unterstützt Sie kostenlos mit Informationen zu Bewilligung, Förderung sowie zur technischen und gärtnerischen Umsetzung von Fassaden-, Hof- oder Dachbegrünungen in Ihrem Bezirk!

GB* Gebietsbetreuung StadterneuerungWien. Unser Zuhause.MA25 der Stadt Wien - Um Häuser besser

Die Wiener Gebietsbetreuungen sind der Geschäftsgruppe Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung zugeordnet und werden im Auftrag der Magistratsabteilung 25 von privaten Auftragnehmerinnen und Auftragnehmern geführt.