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Selbst ist der Stadtteilgärtner

Patrick H., 42 Jahre, wohnt im Stuwerviertel und engagiert sich als Stadtteilgärtner. Er betreut ein Hochbeet im Nachbarschaftsgarten vor dem GB*-Grätzelzentrum am Max-Winter-Platz. Seit März diesen Jahres begrünt er gemeinsam mit seinen Kindern auch eine Baumscheibe im Viertel.

Seit wann sind Sie Stadtteilgärtner? Und was war Ihre Motivation, sich für die Pflege einer Baumscheibe zu entscheiden?

Ich bin durch die GB* zum Garteln gekommen. Ich bin am GB*-Grätzelzentrum vorbeigegegangen, habe den schönen Garten gesehen, bin hineingegangen und habe gefragt, ob es die Möglichkeit gibt hier mit zu garteln - und später wurde ich tatsächlich ausgelost. Seit drei Jahren habe ich nun ein Hochbeet.
Dann bin ich von den GB*-MitarbeiterInnen gefragt worden, ob ich mich um eine Baumscheibe kümmern möchte – ich hab zugesagt und bin seit März diesen Jahres "Baumscheibenpate".

Wieviel Zeit nimmt die Pflege einer Baumscheibe ungefähr in Anspruch?

Im Sommer werde ich ungefähr jeden zweiten Tag gießen müssen, das bedeutet alle zwei Tage circa eine halbe Stunde Zeitaufwand.

Was macht Ihnen am meisten Freude, wo liegt die größte Herausforderung beim Begrünen „Ihrer“ Baumscheibe?

Mir gefällt besonders, dass eine bepflanzte Baumscheibe ein bunter Farbtupfer in der Stadt ist und es ist schön, ein Fleckerl Erde selbst zu gestalten. Meine Kinder helfen mir begeistert dabei! Besonders das Gießen macht ihnen sehr viel Spaß. Für Olivia und Elias ist es außerdem interessant zu sehen, wie sich ein kleiner Samen zur prächtigen Pflanze entwickelt.
Die Herausforderung liegt sicher darin es auszuhalten, wenn etwas mutwillig ausgerupft wird.

Welchen praktischen Tipp haben Sie für jene, die sich ebenfalls für unsere Aktion „Garteln ums Eck“ interessieren?

Die Baumscheibe sollte am besten in der Nähe der eigenen Wohnung liegen. Ich freue mich außerdem, dass um „meine“ Baumscheibe bereits ein Zaun vom Bezirk errichtet wurde – der hält vielleicht so manche Vierbeiner ab (lacht).

Mit welchen Pflanzen werden Sie die Baumscheibe verschönern?

Ich habe an einen Himbeerstrauch gedacht. Wenn der dann Früchte trägt, können die anderen GrätzelbewohnerInnen davon naschen. Ich fände es toll, wenn auch Obstbäume die Straßen in Wien säumen würden. Und dann werde ich vor allem viele bunte Blumen einsetzen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Wie werde ich Stadtteilgärtnerin?

  • Interessierte nehmen am Besten Kontakt auf mit der nächstgelegenen GB*. Vorher sollte man sich schon den „Wunschbaum“ aussuchen und eventuell die Baumnummer feststellen. Diese ist auf einem Aluplättchen direkt am Stamm oder im Baumkataster der Stadt Wien abzulesen. GB*-MitarbeiterInnen sind Ihnen auch gerne beim Herausfinden der Baumnummer behilflich.
  • Nun ist eine „Gestaltungsvereinbarung“ zu unterzeichnen. Diese wird von der GB* an die Grundeigentümerin (z.B. Magistratsabteilung 28, Straßenverwaltung und Straßenbau) und die Wiener Stadtgärtner, die diese Flächen normalerweise pflegt, weitergeleitet. Sobald die Vereinbarung von allen Seiten unterzeichnet wurde, kann es losgehen mit dem Garteln und der "Pflanzerei".
  • Alle Infos finden Sie auch hier!

Welchen Baum nehme ich? Was soll ich pflanzen?

  • Am besten entscheiden Sie sich für einen Baum, der nicht weit entfernt von der eigenen Haustüre liegt. Das Bewässern der Pflanzen muss nicht unbedingt zur sportlichen Herausforderung werden ...
  • Da die Baumscheiben im öffentlichen Raum liegen und somit für alle zugänglich sind, raten wir zu robusten und genügsamen Pflanzen. Je nach Standort müssen die Pflanzen entweder große Hitze und Sonneneinstrahlung vertragen oder auf kühlere Schattenstandorte ansprechen.
  • In jedem Fall ist es ratsam, frische Erde aufzuschütten. Diese kann von einem Standort der Wiener Stadtgärtner in der Nähe bezogen werden. Die Mistplätze der MA 48 bieten darüber hinaus gratis Kompost an.

TEIL 1: Kleine Freiräume, große Wirkung - von Mikrofreiflächen und Baumscheiben.

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Die Wiener Gebietsbetreuungen sind der Geschäftsgruppe Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung zugeordnet und werden im Auftrag der Magistratsabteilung 25 von privaten Auftragnehmerinnen und Auftragnehmern geführt.