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Neues Schulvorfeld für die Gasgasse

Von der Idee zur Umsetzung

Frau Lichtwitz ist eine aufmerksame und überaus engagierte Person, die im 15. Bezirk wohnt. Sie nimmt ihr räumliches Umfeld nicht nur wahr, sondern entdeckt auch Verbesserungspotenzial für die Gemeinschaft - und hat Ideen und den Willen, sich dafür einzusetzen.

Wie weit persönliches Engagement (zum Wohle vieler) führen und wie die GB* dabei helfen kann, lesen Sie hier.

Eine echte "Erfolgsstory", erzählt von:

Es ist ein kalter Tag im Dezember 2016, als das Telefon in unserem GB*-Lokal in der Sechshauer Straße läutet. Am Apparat ist Frau Lichtwitz, eine Bewohnerin des 15. Bezirk.

Frau Lichtwitz, deren Kind die Volksschule am Friedrichsplatz besucht, hat viele Ideen und Vorschläge zur Umgestaltung des Schulvorplatzes, zu Verbesserungen rund um den Platz und zum Stadtteil. Als Landschaftsplaner und langjähriger Mitarbeiter der GB*6/14/15 freue ich mich über so viel Engagement.

Neues Jahr, viel vor!

Da die Weihnachtsfeiertage nahen, vereinbaren wir, uns im Jänner 2017 für eine Begehung vor Ort zu treffen. Gesagt, getan! Frau Lichtwitz zeigt mir jene Orte, die ihrer Meinung nach umgestaltet werden sollten, um den öffentlichen Raum für alle Schulkinder sicherer und freundlicher zu gestalten. Sie informiert mich darüber, dass auch bereits der Elternverein der Schule am Sondieren sei, welche Bereiche als Freiräume infrage kommen könnten.

Schon Mitte Februar findet ein weiteres Treffen vor Ort statt - dieses Mal gemeinsam mit der Obfrau des Elternvereins, einer Vertreterin der MA 18 (Stadtentwicklung und Stadtplanung), Frau Lichtwitz und mir. Beim Treffen geht es darum, den Bestand zu dokumentieren und die Möglichkeit für die Umgestaltungen auszuloten. Fazit: Ein konstruktives Treffen mit unglaublich engagierten Menschen!

Eine zentrale Aufgabe der Gebietsbetreuungen Stadterneuerung ist es, Anliegen, Wünsche und Vorschläge aus der Bevölkerung aufzunehmen, sie im richtigen Format der Bezirkspolitik weiterzuleiten und sich für die AnrainerInnen einzusetzen.

Wir sind als Drehscheibe und Anlaufstelle für BewohnerInnen da und unterstützen auch dabei, planerisches ExpertInnenwissen zusammen zu führen. Im vorliegenden Fall präsentieren wir die vielfältigen Vorstellungen der Bezirksvorstehung. Ein wichtiger Schritt, da die politische Verantwortung beim Bezirk liegt. Hier werden Projekte bewilligt oder ablehnt und hier wird der Umbau öffentlicher Fächen finanziert.

Ende März gibt es plötzlich weitere Neuigkeiten! Die Eltern der Schule am Friedrichsplatz werden darüber informiert, dass das ehemalige Postgebäudes in der Gasgasse als Zusatzgebäude bzw. Außenstelle für die Schule verwendet wird. Dieses Gebäude verfügt aufgrund der Beschaffenheit jedoch über keinen Innenhof und somit keine Spiel- und Aufenthaltsflächen für die künftig circa 200 SchülerInnen zwischen 6 und 14 Jahren.

Aber es tun sich neue Gestaltungsmöglichkeiten auf und der Fokus verlagert sich nun auf die Gasgasse. Eine weitere engagierte Mutter, Frau Sylvia Kostenzer, visualisiert die Veränderungsvorschläge grafisch, um sich ein besseres Bild zu machen.

Alle ziehen an einem Strang

Nun gehts Schlag auf Schlag: Die Bezirksvorstehung unterstützt das Projekt und die Ideen können realisiert werden. Gemeinsam mit den Fachdienststellen der Stadt Wien wird die geplante Umgestaltung detailliert bearbeitet, die Rahmenbedingungen - autofreies Schulvorfeld, mehr Platz für Kinder und Jugendliche, Aufenthaltsmöglichkeiten und Schattenspender - für die künftige Umgestaltung anlysiert und festgelegt. Mögliche Verbesserungen des Stadtteils werden von unterschiedlichen Stellen überprüft und Konzepte erarbeitet. In den Sitzungen der Bezirksvorstehung werden die Beschlüsse gefasst.

Es geht los!

Im Juli 2017 ist es soweit und die Umbauarbeiten beginnen. Die Zeit drängt, denn bis zum Schulbeginn Anfang September sollen die geplanten Umbauarbeiten abgeschlossen sein. Der Zeitplan hält und folgende Maßnahmen konnten bereits umgesetzt werden:

  • Die Gasgasse ist eine autofreie Zone zwischen Staglgasse und Zwölfergasse,
  • das Verkehrskonzept im Grätzl wurde angepasst,
  • ein Pflanzenbereich für zwei zusätzliche Bäume angelegt
  • und Bänke und Sitzgelegenheiten wurden aufgestellt.

Was ist noch geplant?

  • Zwei Bäume sollen gepflanzt,
  • ein Brunnen errichtet,
  • Rad- und Scooterabstellplätze installiert
  • und eine bunte coole Sitzlandschaft aufgebaut werden.

Die geplanten Maßnahmen werden auf Wunsch der Bezirksvorstehung im Rahmen eines Beteiligungsprozesses erarbeitet. Dabei werden von SchülerInnen und LehrerInnen erste Ideen und Wünsche für die Gestaltungselemente gesammelt. Diese werden in einem halbtägigen, von der GB*6/14/15 moderierten Workshop, präsentiert. Im Dialog zwischen SchülerInnen, LehrerInnen und ElternvertreterInnen sowie Bezirkspolitik und den planenden Magistratsabteilungen wird so die künftige Gestaltung des Schulvorfeldes gemeinsam abgestimmt.

Von der Idee zum Projekt

Ob aus einer Idee auch ein Projekt wird, das schlussendlich umgesetzt werden kann, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab.

Projekte dieser Größenordnung haben finanzielle und technische Rahmenbedingungen, die es zu berücksichtigen gilt. Es muss mit vielen Menschen geredet werden und zahlreiche Entscheidungsträger aus Politik und Planung müssen für die Idee und ihre Vorteile für die Nachbarschaft gewonnen werden.

Denn das wichtigste ist: Die geplanten Verbesserungen sollen allen BewohnerInnen in der Umgebung zu Gute kommen. Somit gilt: Je größer der Mehrwert für die ganze Nachbarschaft ist, desto leichter lässt sich eine Idee umsetzen.

Sie haben auch eine Idee für eine lebenswerte Wohnumgebung?

  • Wir, die GB*, sind Ansprechpartner und haben ein „offenes Ohr“ für Ihre Anliegen, Sichtweisen und Wünsche und versuchen, bei der Umsetzung zu unterstützen. Wir nehmen Ideen auf, leiten sie an die BezirkspolitikerInnen weiter, sind „Sprachrohr“ und Impulssetzer.

  • Wir sammeln in persönlichen Gesprächen verschiedene Sichtweisen, bündeln diese und entwickeln darauf basierend realisierbare Projekte, Maßnahmen und Handlungsvorschläge.

  • Wir informieren über Entwicklungen im Stadtteil, erklären komplexe Zusammenhänge und Hintergründe, laden zum Dialog ein. Als Kommunikationsmittel werden unterschiedlichste Formate und Medien eingesetzt – von der Ausstellung über die Grätzlzeitung bis hin zu digitalen Medien wie Website und Soziale Medien wie Facebook, Instagram und YouTube.


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GB* Gebietsbetreuung StadterneuerungWien. Unser Zuhause.MA25 der Stadt Wien - Um Häuser besser

Die Wiener Gebietsbetreuungen sind der Geschäftsgruppe Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung zugeordnet und werden im Auftrag der Magistratsabteilung 25 von privaten Auftragnehmerinnen und Auftragnehmern geführt.