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Im Stadtteil wird saniert

Aufwertung Floridsdorfer Spitz

Im Bezirkszentrum Floridsdorf wird gebaut und saniert. Die Blocksanierung ist dabei ein wichtiger Baustein einer Gesamtstrategie, die in der Initiative "Gemeinsam für Floridsdorf" definiert ist. Dabei geht es um weit mehr als bauliche Sanierungsmaßnahmen. Ziel ist es, dem Bezirkszentrum von Floridsdorf ein neues Image, eine neue Identität zu geben.

Viel hat sich seit 2014, dem Start der Initiative „Gemeinsam für Floridsdorf“ getan: Knapp 300 Wohnungen im Bezirkszentrum wurden neu errichtet bzw. werden noch gebaut - zum Teil „frei finanziert“.

Mit dem Instrument der Blocksanierung werden HauseigentümerInnen motiviert, bestehende Wohnhäuser zu sanieren. Das Ziel: Mit Fördermitteln der Stadt Wien kostengünstigen Wohnraum zu sichern.

Indem Häuser aufgestockt oder Baulücken geschlossen werden, werden in den kommenden Jahren bis zu 600 Wohnungen im Bezirkszentrum errichtet, ein Teil davon gefördert. Das Team der GB*21 unterstützt die ArchitektInnen und LandschaftsplanerInnen, die im Rahmen der Blocksanierung in Floridsdorf tätig sind, mit ihrem lokalen Wissen. 

Ein Blogbeitrag von

Blocksanierung, was ist das?

Das Instrument Blocksanierung wurde 1989 vom wohnfonds_wien initiiert. Bei einer Blocksanierung werden nicht nur einzelne Wohnhäuser, sondern nachhaltige Konzepte für die Aufwertung ganzer Stadtteile entwickelt - mit  allen Gebäuden und Freiflächen im Blockinneren.  Das Ziel: Die Wohn- und Lebensqualität in den dicht bebauten Gründerzeitvierteln noch attraktiver zu gestalten.

Was bringt die Blocksanierung für Floridsdorf?

  • Nachhaltige Wohnstandards
    Neue Fenster und Wärmedämmung helfen den BewohnerInnen beim Sparen und schonen gleichzeitig die Umwelt. Lifteinbauten sorgen für barrierefreien Zugang zur Wohnung. Balkone und Freiräume erhöhen den Wohnkomfort.

  • Neuer Wohnraum
    Dachgeschossausbauten schaffen neuen Wohnraum, der aufgrund steigender Nachfrage benötigt wird. Besonders zielführend ist diese Maßnahme dort, wo bereits eine gute Infrastruktur vorhanden ist - wie etwa im Bezirkszentrum Floridsdorf.

  • Leistbares Wohnen sichern
    Neue Wohnungen, die mit Förderungen der Stadt Wien errichtet werden, sind an Mietobergrenzen gebunden. „Frei finanzierte“ Wohnungen unterliegen den Mietpreisforderungen des  Immobilienmarktes.

  • Mehr lokales Business
    Neue BewohnerInnen bringen zusätzlichen Umsatz in die Geschäfte rund um den Spitz.
  • Ein attraktives Wohnumfeld
    Im Rahmen der Blocksanierung wird auch der öffentliche Raum im Bezirkszentrum analysiert. Mit dem Ziel, diesen attraktiver für alle zu machen.

 

Blocksanierung: Eine "konzentrierte" Aktion für mehr Lebensqualität im Stadtteil

Alles begann an einem heißen Sommertag im Juni 2013. Damals luden wir VetreterInnen des Bezirks, des wohnfonds_wien und der Stadt zu einem Grätzelspaziergang durch das Bezirkszentrum ein.

Eine von uns im Vorfeld durchgeführte Bestandsaufnahme rund um den Spitz zeigte, wo es erforderlich ist, Sanierungsmaßnahmen zu setzen. Im Frühjahr 2014 gaben Wohnbaustadtrat Michael Ludwig und Bezirksvorsteher Georg Papai den Start der Initiative „Gemeinsam für Floridsdorf!“ bekannt.

Kernelement der Initiative ist die Blocksanierung, die erste Maßnahme dieser Art auf der linken Seite der Donau. Obwohl schon davor einige Wohnhäuser im Bezirkszentrum mit Fördermitteln der Stadt wärmegedämmt oder anderweitig saniert wurden, hat die Blocksanierung den Vorteil, dass auf einzelne Gebiete und Baublöcke fokussiert werden kann. Und für diese können dann Fördermittel der Stadt ganz gezielt eingesetzt werden.

Gründlich analysiert

Als erste Maßnahme im Rahmen der Sanierungsinitiative Floridsdorf beauftragte der wohnfonds_wien Teams bestehend aus ArchitektInnen und LandschaftsplanerInnen. Diese analysierten das Gebiet rund um den Spitz. Dabei wird der bauliche Zustand der Gebäude erhoben und Sanierungs- bwz. Freiraumpotenziale ermittelt.

Gerade zu Beginn waren die Blocksanierungsteams viel im Gebiet unterwegs und nahmen Kontakt zu den jeweiligen HauseigentümerInnen auf. Bei diesen Vorarbeiten wurden sie von uns tatkräftig unterstützt, denn wir kennen die lokalen Gegebenheiten natürlich sehr gut, da wir seit 2012 vor Ort als GB* im Einsatz sind.

Information first

Vielen HauseigentümerInnen sind die Vorteile einer geförderten Sanierung im Rahmen einer Blocksanierung nicht bekannt, um so wichtiger ist die Information direkt vor Ort.

Dazu wurden zwei große Info-Veranstaltungen im Blocksanierungsgebiet organisiert (Juni 2014 und November 2016). Auch im Rahmen von kleineren Runden und Einzelgesprächen informierten wohnfonds_wien, die Blocksanierungsteams und GB* über Sanierungspotenziale und Fördermöglichkeiten.

Mehrwert für alle

Auf Basis dieser Analysen wurden Konzepte für mehrere Liegenschaften und den öffentlichen Raum erarbeitet.

Ganze Baublöcke innerhalb einer umfassenden Sanierungsstrategien mitzudenken, macht durchaus Sinn. Bei einigen Sanierungsmaßnahmen, wie dem Einbau eines Lifts im Stiegenhaus, dem Ausbau des Dachgeschosses oder der Neugestaltung eines Innenhofes werden u.a. auch die Rechte der NachbarInnen berührt. Übergreifende Lösung – wie z.B. ein gemeinsames Innenhofkonzept – können Mehrwert für alle bringen.

Welche Rolle spielen Grün- und Freiflächen bei der Blocksanierung?

Bei einer Sanierung sollte nicht nur das Gebäude selbst, sondern auch der Innenhof auf Verbesserungsmöglichkeiten geprüft werden.

Im Floridsdorfer Bezirkszentrum gibts einige Wohnhäuser mit großen grünen Innenhöfen, die von den BewohnerInnen sehr geschätzt und liebevoll gepflegt werden. Im Rahmen unserer regelmäßig stattfindenden Grätzelspaziergänge zeigen wir tolle Beispiele.

Im Optimalfall ist der Innenhof für alle BewohnerInnen zugänglich und bei der Sanierung neu gestaltet - bestenfalls mit Beteiligung aller. Eine barrierefreie Gestaltung sorgt dafür, dass der Innenhof auch für mobilitätseingeschränkte Menschen nutzbar ist. In manchen Fällen bringt eine Zusammenlegung von Höfen mehr Qualität für alle. Oder eine Fassaden- oder Dachbegrünung verbessert das städtische Mikroklima und schafft Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

Der öffentliche Raum ist für alle da!

Wenn ein Wohngebiet in seiner Qualität verbessert werden soll – und  dafür leistet die Blocksanierung eine wichtige Grundlage – steht auch die Aufwertung des öffentlichen Raumes, der Straßen, Gassen und Plätze im Fokus. Diese sind - neben Wohnhaus und Innenhof - wichtiger Lebensraum für StadtbewohnerInnen. Hier halten sich die Menschen außerhalb der eigenen vier Wände auf, hier sind sie unterwegs und decken ihren täglichen Bedarf an lokaler Versorgung etc.

Besonders für Menschen, die weniger mobil sind und nicht so weit gehen können, ist es zentral, dass sie in Wohnungsnähe Aufenthaltsmöglichkeiten vorfinden - wie etwa Möglichkeiten zum Ausrasten am Weg zum Einkauf. Das erleichtert den Alltag erheblich.

Öffentliche Treffpunkte mit Sitz- und Spielangeboten fördern nachbarschaftliche Begegnungen und den Austausch im Stadtteil. Ein qualitativ hochwertiger öffentlicher Raum ermöglicht es älteren Menschen länger und Kindern früher selbstständig unterwegs zu sein und am öffentlichen Leben teilzunehmen.

In einem belebten öffentlichen Raum trifft man auf viele Menschen. Werden alltägliche Besorgungen und Wege mit dem Auto erledigt, kommt es nicht zu solchen Begegnungen. Um den lokalen, nachbarschaftlichen Charakter eines Bezirkszentrums zu unterstützen braucht es daher Maßnahmen, die das zu Fuß gehen fördern und attraktiv machen. Das kommt dann auch den Geschäftsleuten vor Ort zugute.

Gut unterwegs im Bezirkszentrum Floridsdorf

Im Floridsdorfer Bezirkszentrum wurde schon viel unternommen:

  • Am Franz-Jonas-Platz wurde die Beleuchtung verbessert und größere Müllbehälter aufgestellt. Ein FAIR-PLAY-Team ist vor Ort eingesetzt, um möglichen Konflikten vorzubeugen.
  • Der Paul-Hock-Park wurde neu gestaltet
  • und die Freifläche an der Bodenstedtgasse mit Bewegungsgeräten ausgestattet.

Sie möchten mehr wissen? Wir sind gerne für Sie da!

Sie haben noch weitere Fragen zur Blocksanierung oder zur Sanierung Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung? Dann kommen Sie bei uns im GB-Lokal vorbei. Bauliche und technische Fragen können dann gern bei der Erstinformation vor Ort geklärt werden. 

Fragen zu Miet- und Wohnrecht

Wir informieren und beraten MieterInnen zu Mietzinsbildung, während und nach der Sanierung. Gerne können Sie dazu einen Termin mit uns vereinbaren bzw. bei Bedarf organisieren bzw. begleiten wir auch MieterInnenversammlungen, um alle BewohnerInnen eines Wohnhauses umfassend zu informieren. Die Beratung erfolgt kostenlos und vertraulich.

Förderungsinformationen für HauseigentümerInnen

  • ExpertInnen des wohnfonds_wien beraten interessierte EigentümerInnen gerne zu geförderten Sanierungen und Fördermöglichkeiten.
  • Die GB*21 berät gerne zu Sanierungsmaßnahmen und zur Begrünung von Innenhöfen, Dächern und Fassaden.

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