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Ideen für den Volkertmarkt

Im Gespräch mit einer engagierten Bewohnerin

Lale Maierhofer-Tuna (42) ist im Volkert- und Alliiertenviertel geboren und aufgewachsen. Sie erlebte in ihrer Kindheit den Volkertmarkt in doppelter Größe mit vielfältigem Angebot. Von der Krautfrau über den Feinkostladen bis hin zum Geschäft für Unterwäsche und dem Bauernmarkt an Samstagen war alles da. "Die optimale Nahversorgung und alles in unserem kleinen Grätzel!“

Als Grätzeldelegierte hört Frau Maierhofer-Tuna genau hin, was die AnwohnerInnen und Geschäftsleute brauchen und sich wünschen.

Was mögen Sie besonders am Volkertmarkt und was bedeutet der Markt für Sie?

Ich gehe gerne am Markt einkaufen, auch wenn es jetzt unter der Woche nur mehr Fisch, Gemüse und eventuell Gebäck und Milch ist. Samstags besorge ich zusätzlich Waren von Frau Dabergotz und den Krautstoffels. Und ich treffe gerne Freunde bei Finka, der Fischinsel oder in der nelke, Café am Markt.

Der Volkertmarkt bedeutet für mich Wahlfreiheit und Lebenslust. Man erlebt ein friedliches Nebeneinander vieler Kulturen und Religionen, das aber hoffentlich zu einem gemeinsamen Ganzen, einem Miteinander gestalten wird.

Sie organisieren den Themenmarkt und sind Grätzeldelegierte im Volkert- und Alliiertenviertel – wie ist die Idee für den Themenmarkt entstanden?

Ich bin vor fast zwei Jahren zur Grätzeldelegierten gewählt worden. Meine Aufgaben und die Zielsetzungen bestanden hauptsächlich darin den Markt „wacher“ zu küssen und für ein besseres Miteinander zu sorgen. Da der Markt auf Grund der niedrigen KundInnenfrequenz für Bauern wenig bis gar nicht attraktiv war und der Volkertmarkt auch für einen Flohmarkt zu klein ist wollten wir vermeiden, dass BesucherInnen auf Grund der geringen Auswahl ausbleiben.

Mein Vorschlag war, zu bestimmten Themen Märkte zu organisieren. So konnten wir ganz gezielt StandlerInnen und BesucherInnen ansprechen. Ergänzt werden die Themenmärkte durch das Kulturprogramm „Swinging Volkert“, erarbeitet von Charly Krumpschmid und „Schach zum Mitspielen“, initiiert von Klaus Doblhammer. Besonders freut mich, dass sich schon fünf Künstler, bzw. Ateliers für den Themenmarkt angemeldet haben!

Was ist Ihre Motivation sich im Grätzel zu engagieren?

Ich muss gestehen, dass es recht „biedermeierliche“ Motive sind, die mich antreiben. Ich möchte meine Familie und mich in meinem Wohnviertel mit allem, was wir brauchen, versorgen können und mich wohl fühlen.

Wozu ich mit Unterstützung meiner Familie beitragen kann und will ist, dass dank der Begegnungsmöglichkeiten beim und am Markt die Stimmung in unserem Grätzel so gut und das Verantwortungsbewusstsein jedes Einzelnen gegenüber den anderen und seinem Hab und Gut so groß ist, dass hilfsbereite und helfende Hände da sind, wenn Hilfe benötigt wird.

Was wünschen Sie sich für den Volkertmarkt bzw. was fehlt Ihnen am Volkertmarkt? Haben Sie eine Zukunftsvision?

Ich wünsche mir, dass am Freitag und Samstag viele Bauern und Marktfahrer ihre vielfältigen Produkte an viele AnwohnerInnen verkaufen und dass die Menschen, die sich kennen zusammenstehen und plaudern oder auf einen schnellen Kaffee gehen. Damit das wahr wird, brauchen wir primär Menschen, die zu unseren Veranstaltungen und Treffen kommen - als Gäste oder um einen Stand zu betreiben und die ihre Freunde und Familien mitbringen.

Wie könnte die kulturelle Vielfalt am Markt sichtbar werden, abgesehen vom Lebensmittelangebot?

Charly Krumpschmid macht mit „Swinging Volkert“ die Vielfalt unserer AnwohnerInnen sicht- und hörbar. Mit Musik aus aller Welt, Tanzaufführungen, Präsentationen über einzelne Länder und Lesungen wird jeweils am zweiten Samstag im Monat die kulturelle Vielfalt des Stadtteils erlebbar.

Das ist so, weil die alteingesessenen Grätzelbewohner die kulturelle Vielfalt seit jeher kennen und leben und für „Neu-Zugezogene“ oftmals genau diese Vielfalt der Grund war, hierher zu ziehen.

Welche positiven Erfahrungen haben Sie seit dem Start des Themenmarktes gemacht?

Es hat sich gezeigt, dass kurze, lautere Musikimpulse die notwendigen Gäste anziehen. Mit dem Programm erreichen wir dann oftmals, dass die Besucher ins Gespräch kommen, einander Fragen stellen, also ihr Verständnis und ihre Toleranz durch Wissen weiter ausbauen.

Welche Herausforderungen bringt Ihr Engagement am Volkertmarkt mit sich?

Die Motivation zu halten und zu wissen, wann das Engagement nicht oder nicht in der Form gewünscht ist.

Wichtig ist das Mitwirken der BewohnerInnen – ohne sie wird sich der Wunsch auf einem aktiven, florierenden Markt einkaufen gehen zu können, nicht erfüllen!

Vielen Dank für das Gespräch!

Sie wollen sich beim Themenmarkt am Volkertmarkt engagieren?
Sie möchten einen Marktstand betreiben?


Melden Sie sich bei uns: gb2v@gbstern.at

2., Volkertplatz 9
T: (+43 1) 276 27 75
Ort: Volkertplatz 9, 1020 Wien

Infos und Termine zum Themenmarkt finden Sie hier.

Teil 1: Zukunft der Märkte - Märkte der Zukunft

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