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Gärtnern mit der Nachbarin und dem Nachbarn?

Auf in ein urbanes Abenteuer!

„Ja, ich möchte auch ein Beet in einem Nachbarschaftsgarten!“, das hören wir, die GB*-MitarbeiterInnen zur Zeit vielerorts. Einige StadtbewohnerInnen begärtnern schon ihr Beet in einem der zahlreichen Gemeinschaftsgärten in Wien, viele wollen sich noch an einem Gartenprojekt beteiligen, um Gärtnern in der Stadt persönlich zu erleben.

Ein Blogbeitrag von

Wie geht Nachbarschaftsgärtnern und wo meldet man sich an?

Die meisten Nachbarschaftsgärten führen InteressentInnenlisten, aus denen bei Freiwerden eines Beetes, neue GärtnerInnen gelost werden. Und die positive Nachricht ist, es zahlt sich immer aus, sich auf eine Liste setzen zu lassen, denn zur allgemeinen Überraschung gibt es durchaus einige Rotation in Nachbarschaftsgärten und die Chance, ein Beet zu erhalten ist somit durchaus realistisch!

Informationen und Kontaktdaten zu allen von der GB* unterstützten Projekten finden Sie in unserer Übersichtskarte

Gestalten Sie Ihr eigenes Gartenprojekt!

Natürlich ist es auch möglich, ein eigenes Gartenprojekt zu starten und zu organisieren. Die GB*-MitarbeiterInnnen unterstützen gerne dabei und helfen, Rahmenbedingungen abzuklären und beraten die Gartengruppe zu allem Wesentlichen. Kontaktieren Sie dazu einfach das GB*-Team in Ihrer Nähe!

Aber ist Nachbarschaftsgarten gleich Nachbarschaftsgarten?

Nein, nicht ganz! Denn so unterschiedlich die Rahmenbedingungen für ein Gartenprojekt sein können, so bunt entwickelt sich ein Garten bzw. eine Gartengruppe.

Das beginnt beim Gartenstandort, den Bedingungen des Flächennutzungsvertrags, der Organisationsform der Gartengruppe, der grundsätzlichen Gartenprojektidee - von der Selbstversorgung bis zur Kräuterspirale - und endet bei der vielfältigen "Mischung" der Gärtnerinnen und Gärtner.

So ist jedes Gartenprojekt von seinen individuellen Rahmenbedingungen geprägt und ein Abenteuer für sich.

Was macht den Unterschied?

Ganz übergeordnet lassen sich aktuell drei Nutzungskategorien unterteilen:

  • Gärtnern mit der Hausgemeinschaft
    Für gemeinsames Gärtnern mit der Hausgemeinschaft eignen sich Flächen auf Gemeinschaftsterrassen oder der Innenhof des Wohnhauses.

  • Gärtnern im öffentlichen Raum
    Der öffentliche Raum beitet auch Platz zum Gärtnern - mit einem Gartenverein als organisatorischen Rahmen.

  • Offener Gemeinschaftsgarten
    Hier gibt es eine gärtnerische Rahmenbetreuung und alle, die vorbeikommen können mitgärtnern.
    In der Nordbergstraße entsteht gerade ein ebensolcher "offener Garten".

Aber echt jetzt ... Nachbarschaftsgärtnern, warum eigentlich?

Viele GärtnerInnen starten ihr Gartenprojekt mit der Sehnsucht, ihren Salatkopf vom Setzling bis in die Salatschüssel zu "begleiten", sich selbst die Hände schmutzig zu machen, Gärtnern an und für sich zu erlernen und mit den Werkstoffen der Natur nachhaltig zu arbeiten.

Was allerdings von allen GärtnerInnen beim Nachbarschaftsgärtnern am meisten unterschätzt wird, ist die gleichzeitige Teilnahme an einem Projekt, in dem es um Kommunikation und Begegnung geht. Gärtnern in der Gruppe, in einem öffentlichen Raum, da lernt man jede Menge Leute kennen. Beetkollegen, die Obfrau des Vereins, die MitarbeiterInnen der Gebietsbetreuung, Zaungäste mit guten Ratschlägen und Nachbarn, die man eh schon immer mal gesehen hat, aber jetzt grüßt.

Es entwickeln sich neue Freundschaften, man versucht sich, gemeinsam auf Projektentscheidungen zu einigen, hat mit Dienststellen der Stadt zu tun und plötzlich stellt man fest, dass das eigene Lebensumfeld im letzten Sommer nicht nur um Radieschen sondern um viele Menschen bunter und reicher geworden ist.

Heute der Nachbarschaftsgarten, morgen die ganze Welt!

Im Nachbarschaftsgarten sprießen nicht nur viele neue Stadtbekanntschaften, sondern die GärtnerInnen werden mit ihrer Arbeit im öffentlichen Raum gleichzeitig aktive StadtgestalterInnen. Sie übernehmen Verantwortung für ihr Wohnumfeld und stellen sich mit ihrem Tun der Öffentlichkeit. Gerade für die Stadtteilarbeit der Gebietsbetreuung Stadterneuerung ist dieser Aspekt ein besonders wichtiger, der alle begleiteten Gartenprojekte vereint. 

Hier lernen StadtbewohnerInnen nicht nur, wie aus einem kleinen Samen ein ganzer Kohlrabi wird. Die BewohnerInnen erfahren über die Auseinandersetzung mit dem Gartenprojekt auch ein Stück weit, wie ihre Stadt und ihr Lebensumfeld funktionieren und wie sie sich auch bei anderen Fragestellungen rund um das Stadtleben einbringen können.

Aktive StadtbewohnerInnen sind die Basis für die Entwicklung von Stadträumen

Gemeinsam mit BewohnerInnen arbeiten die GB*-Teams in Form unterschiedlicher Projekte an Themen der Stadterneuerung, an der Verbesserung des Wohnumfelds. So kommt man schnell von einem Gartenbeet in ein Beteiligungsverfahren rund um einen Stadtplatz.

Und so wird ein Nachbarschaftsgartenprojekt zu einem analogen Ort der Begegnung, an dem neben Salatköpfen viele neue Bekanntschaften und Stadtabenteuer für jeden warten. Schauen Sie vorbei und gärtnern Sie mit!

Informationen zu den weiteren GB*-Projekten in ihrem Wohnumfeld finden Sie hier.

Literaturtipps

 

PS: Für alle, die sich erst noch kurz theoretisch auf ein Gartenabenteuer einlassen wollen hier noch ein paar

interessante Buchtipps zum Thema. Aber nicht vergessen, am besten einfach rausgehen und das nächste Gartenprojekt starten!

 

  • Wissen wuchern lassen, ein Handbuch zum Lernen in urbanen Gärten
    Hrsg. Severin Halder, Dörte Martens, Gerts Münnich
    Andrea LassaleThomas Aenis, Eckhard Schäfer, AG SPAK Bücher, Neu Ulm 2014
  • Urban Gardening, Über die Rückkehr der Gärten in die Stadt
    Christa Müller, oekom, München 2011
  • Das ist Urban Gardening, Die neuen Stadtgärtner und ihre kreativen Projekte
    Karen Meyer-Rebitsch. BLV Buchverlag, München 2013
  • Prinzessinnengärten, anders gärtnern in der Stadt
    Nomadisch Grün, Marco Clausen, Stefanie Müller Frank. DuMont Buchbverlag, Köln 2012
  • Guerilla Gardening, ein botanisches Manifest
    Richard Reynolds, orange press, 2012

 

 

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GB* Gebietsbetreuung StadterneuerungWien. Unser Zuhause.MA25 der Stadt Wien - Um Häuser besser

Die Wiener Gebietsbetreuungen sind der Geschäftsgruppe Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung zugeordnet und werden im Auftrag der Magistratsabteilung 25 von privaten Auftragnehmerinnen und Auftragnehmern geführt.