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Blühende Inseln im Stadtraum

Von Mikrofreiräumen und Stadtteilgärtnern

Mikrofreiräume und Baumscheiben sind kleine, teilweise bepflanzte Flächen im urbanen Gebiet, die die großen Freiräume der Stadt ergänzen. Sie bieten viel Nutzungspotenzial, erhöhen die Aufenthaltsqualität und können von BewohnerInnen, sogenannten StadtteilgärtnerInnen, individuell bepflanzt werden.

Ein Blogbeitrag von

Kleiner Freiraum, große Wirkung

Als Mikrofreiräume werden Flächen bezeichnet, die im Straßenraum gelegen und vor allem FußgängerInnen vorbehalten sind. Die Flächen sind meist recht klein, erweitern aber dennoch die autofreien Bereiche. Wo z.B. Straßen nicht rechtwinkelig aufeinander treffen bilden sie dreieckige „Restflächen“. Teilweise sind sie auch in den Gehsteigbereich integriert.

Mach' mal Pause!

Die Flächen sind häufig ungestaltet oder reine Rasenflächen, obwohl schon 200 - 300 m² sinnvoll genutzt werden können. Ausgestattet mit Sitzgelegenheiten können hier kleine "Pausenräume" entstehen, die zur Rast am Weg durch die Stadt einladen. Vor allem Menschen mit eingeschränkter Mobilität werden so auf ihren täglichen Wegen und bei der Freiraumnutzung unterstützt.

Gemeinsam garteln

Je nach Lage und räumlichen Gegebenheiten lassen sich Mikrofreiräume auch individuell gestalten - wie z.B. in unseren Stadterneuerungsgebieten im Volkert- und Alliiertenviertel oder im Stuwerviertel. Hier bepflanzen BewohnerInnen aus dem Stadtteil gemeinsam zahlreiche Mikrofreiräume. Dies steigert die Identifikation der Menschen mit ihrer Wohnumgebung, schafft bunte Farbtupfer im Stadtraum und Kommunikationsorte im Stadtteil - sofern Sitzmöglichkeiten vorhanden sind.

Von Natur aus gut

Und nicht zuletzt ergänzen solche Mikrofreiräume das Freiraumnetz der Stadtteile und haben als so genanntes „Trittsteinbiotop“ eine ökologische Bedeutung.

Bunt statt grau

Baumscheiben sind jene Beete, in die Straßenbäume gepflanzt werden. Sie dienen in erster Linie der Wasserversorgung der Bäume. Liegen die Baumscheiben im Bereich der Parkstreifen, sind sie meist von Granitsteinen, manchmal auch von einem niedrigen Zaun eingefasst. Baumscheiben weisen eine Fläche zwischen 3 und 6 m² auf und können von BewohnerInnen bepflanzt werden.

Begrünte Baumscheiben sind kleine blühende Inseln, die das Stadtbild beleben, die Lebensqualität erhöhen und neue Möglichkeiten schaffen mit der Natur in Kontakt zu treten - und das direkt vor der eigenen Haustüre.

Die GB*-Initiative "Garteln ums Eck" unterstützt Menschen aus dem Stadtteil bei der Bepflanzung und Betreuung!

Aktivität schafft Kontakte

Baumscheiben werten den öffentlichen Raum auf und stärken die Nachbarschaft und das Zusammenleben im Viertel. Die Aktivität im öffentlichen Raum bietet die Möglichkeit und den Anknüpfungspunkt für informelle Plaudereien in der Nachbarschaft. Im Zentrum stehen die Begegnung und auch der beiläufige Wissens- und Erfahrungsaustausch direkt auf der Straße, der so nebenbei stattfindet.

Stadtteilgärtner Patrick H. aus dem Stuwerviertel erzählt, wieso er gartelt und was es dabei zu beachten gilt.

Nicht selten sind die StadtteilgärtnerInnen im ganzen Grätzel bekannt und erfahren teilweise hohe Anerkennung von anderen BewohnerInnen für ihr ehrenamtliches Engagement. Auch im Neubaugebiet erfreut sich das Garteln ums Eck großer Beliebtheit und individuell gestaltete Baumscheiben geben neuen Wohngebieten einen Touch Persönlichkeit und eigenen Charme. Und sie bieten eine gute Gelegenheit, die neuen NachbarInnen im Stadtteil kennen zu lernen.

TEIL 2: Selbst ist der Stadtteilgärtner - ein Interview mit Patrick H.

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